Drägerwerk Aktie: Rekordzahlen und Prognose-Überraschung
Der Medizintechnik-Spezialist Drägerwerk hat am Donnerstag mit vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 und einem ersten Ausblick auf 2026 ein starkes Signal an den Markt gesendet. Nach einem volatilen Vorjahr präsentierten sich die Lübecker in einer bemerkenswert robusten Verfassung, die Anleger unmittelbar honorierten: Die Vorzugsaktie kletterte im Tagesverlauf deutlich und notierte zuletzt bei fast 80 Euro – ein Plus von mehr als 7 Prozent.
Treibende Kraft der Rally ist die Kombination aus einem Rekordumsatz und einer Profitabilität, die am oberen Ende der eigenen Erwartungen liegt. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte Drägerwerk im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 Erlöse von rund 3,48 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) landete in einer Spanne von 226 bis 236 Millionen Euro. Damit gelang es dem Konzern, die erst im Herbst präzisierte Margen-Prognose nicht nur zu erfüllen, sondern punktgenau in den optimistischsten Zielkorridor zu steuern.
Operative Stärke trotzt Branchen-Gegenwind
Besonders beachtlich ist diese Leistung im Vergleich zum direkten Wettbewerbsumfeld. Während Konkurrenten wie Philips zuletzt immer wieder mit Qualitätsproblemen oder Lieferketten-Hickhack zu kämpfen hatten, konnte Drägerwerk seine Lieferfähigkeit stabil halten und Marktanteile sichern. Die operative Marge, die nun rechnerisch zwischen 6,5 und 6,8 Prozent liegt, unterstreicht die gewonnene Effizienz.
Das Momentum kommt dabei nicht von ungefähr: Ein prall gefülltes Auftragsbuch dient als Polster. Der Auftragseingang erreichte 2025 fast die Marke von 3,6 Milliarden Euro, was eine solide Basis für das laufende Jahr bildet. Sowohl die Sparte Sicherheitstechnik als auch die klassische Medizintechnik trugen zu diesem Wachstum bei, wobei insbesondere die Nachfrage nach vernetzten OP-Lösungen und Atemschutzsystemen stabil blieb.
Ausblick 2026: Konservativ, aber profitabel
Der Blick nach vorn fällt für das Geschäftsjahr 2026 zuversichtlich, wenn auch hanseatisch zurückhaltend aus. Das Management stellt ein weiteres Umsatzwachstum in Aussicht, wobei die Zielmarke von 1 bis 5 Prozent Plus auf eine Normalisierung des Wachstums nach dem Rekordjahr hindeutet.
Entscheidender für Investoren ist jedoch die Profitabilitätskennziffer: Mit einer in Aussicht gestellten EBIT-Marge von 5,0 bis 7,5 Prozent signalisiert der Vorstand, dass das erreichte Ertragsniveau keine Eintagsfliege war, sondern strukturell gehalten werden soll. Sollte Drägerwerk das obere Ende dieser Spanne erreichen, wäre dies eine weitere spürbare Margenausweitung gegenüber dem ohnehin starken Jahr 2025.
Auch bei der Dividende dürfen Anleger auf Kontinuität hoffen. Für das zurückliegende Geschäftsjahr 2024 wurde eine Dividende von 2,03 Euro je Vorzugsaktie ausgeschüttet. Angesichts der Gewinnsprungs im Jahr 2025 und der Politik, rund 30 Prozent des Nettoergebnisses auszuschütten, rechnen Marktbeobachter jedoch fest mit einer Anhebung der Ausschüttung im kommenden Frühjahr.
Fazit für Anleger der Dräger Aktie
Die Drägerwerk Aktie meldet sich eindrucksvoll zurück und bietet derzeit eine interessante Konstellation für Investoren, die Wert auf Substanz und Turnaround-Qualitäten legen.
Das ist spannend: Der Konzern hat bewiesen, dass er seine PS wieder auf die Straße bringt. Die Bewertung (KGV) erscheint im historischen Vergleich und gemessen an der wiedererlangten Ertragskraft moderat.
Chancen: Sollte sich die Marge 2026 tatsächlich in Richtung 7,5 Prozent bewegen, ist im Kurs noch deutlich Luft nach oben.
Risiken: Der konservative Umsatzausblick (nur 1 bis 5 Prozent Wachstum) zeigt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Ein Wiedererstarken des Euro könnte zudem die Exportchancen belasten, da Drägerwerk stark international aufgestellt ist.
Der nächste wichtige Termin ist der 24. März, wenn die finalen Zahlen und der konkrete Dividendenvorschlag präsentiert werden. Anleger sollten genau beobachten, ob der Auftragseingang im ersten Quartal 2026 das hohe Niveau halten kann.
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.