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Deutsche Börse-Aktie: Sicherer Hafen in stürmischen Zeiten!

Inhaltsverzeichnis

Manchmal kommt alles zusammen: Ukraine-Krieg, steigende Rohstoffpreise, globale Lieferengpässe, Corona-Lockdowns in China, Konjunktursorgen und Zinssteigerungen sorgen derzeit für Unruhe am Kapitalmarkt. Die Aktienindizes, darunter der deutsche Leitindex Dax, befinden sich deshalb seit Wochen auf Achterbahnfahrt – gefangen zwischen Hoffnung und Panik.

Viele Anleger suchen deshalb aktuell händeringend nach einem Sicherungsanker, der in diesen Krisenzeiten Stabilität gewähren kann. Einer dieser sicheren Häfen ist die Deutsche Börse AG.

Schauen Sie: Die extreme Volatilität des Kapitalmarktes resultiert in einem sehr hohen Transaktionsvolumen. Schließlich kaufen und verkaufen Investoren sowie Privatanleger derzeit im großen Stile ihre Assets. Das lässt das Geschäft des Frankfurter Börsenbetreibers aufleben. Denn: Die Deutsche Börse AG und ihre Tochterfirmen verdienen an jeder Transaktion mit.

Deutsche Börse AG: Umsatz und Profit schnellen in Q1 nach oben

Wie stark der Konzern davon profitiert, zeigte sich bereits im ersten Jahresviertel. Laut der kürzlich veröffentlichen Quartalsbilanz konnte die Deutsche Börse AG in den ersten drei Monaten des Jahres ihre Umsätze um 24 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro verbessern. Der Nettogewinn schoss gar noch stärker in die Höhe – auf 421 Millionen. Das entspricht einem Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das erste Quartal 2022 habe deutlich über den Erwartungen gelegen, sagte Finanzchef Gregor Pottmeyer. Tatsächlich hatten vom Unternehmen befragte Analysten weniger erwartet.

Die Deutsche Börse begründet das Umsatz- und Profitwachstum mit einem deutlich gestiegenen Handelsvolumen in nahezu allen Anlageklassen – darunter Rohstoffe, Aktien und Anleihen.  Zudem hätten viele Investoren ihre Bestände durch Derivate abgesichert. Alleine das Geschäft mit Derivaten stieg in Q1 um 25 Prozent. Das größte Plus verzeichnete übrigens der Handel mit Rohstoffen – darunter Gas, Strom und weitere Assets.

Prognose für 2022 angehoben

Entsprechend optimistisch blickt der Konzern auf das Restjahr. Man rechne aktuell damit, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr zu übertreffen, betonte Pottmeyer. Demnach erwartet der CFO nun einen Anstieg der Nettoerlöse auf mehr als 3,8 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis (EBITDA) von mehr als 2,2 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Deutsche Börse AG ihren Anlegern einen Umsatz von genau 3,8 Milliarden Euro und ein EBITDA von genau 2,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Der Konzern rechnet also angesichts der grassierenden Inflation und der geopolitischen Risiken für 2022 mit weiter steigenden Handelsvolumina. Interessant: Die Frankfurter profitieren direkt von der Zinswende. Über die Wertpapierverwahrtochter Clearstream verdient die Deutsche Börse AG dank der Zinserhöhungen der US-Notenbank FED mit den Bareinlagen ihrer Kunden deutlich mehr. Und auch die europäische EZB will noch im Sommer nachlegen und die Leitzinsen erhöhen.

Deutsche Börse will größer werden

Auf dem Erfolg ausruhen, will sich Konzernboss Theodor Weimer aber nicht. Der Manager will den Gewinnschub nutzen, um weitere Zukäufe anzugehen. Die Deutsche Börse könnte dann zum Beispiel mit Übernahmen beim Rohstoffgeschäft oder nachhaltigen Investments neue Impulse setzen und unterm Strich deutlich größer und einflussreicher werden. Gerade mit Blick auf den mächtigen Konkurrenten, den britischen Börsenbetreiber London Stock Exchange (LSE), wäre das durchaus erfreulich.

Allzu große Deals dürfen die Anleger der Deutschen Börse AG allerdings nicht erwarten. Zumindest hatte Weimer im Februar klargemacht, dass man weitreichende Akquisitionen nicht erzwingen könne – und wenn man sie erzwinge, gehe es meistens schief. Es bleibt nun abzuwarten, ob die starken Q1-Zahlen an dieser Auffassung etwas geändert haben.

Mein Fazit für Sie

Die Deutsche Börse AG ist aktuell so etwas wie ein Fels in der Brandung. Der Konzern profitiert von den vielen Krisen und Veränderungen, die in diesen Tagen die Welt bewegen.

Derweil könnte für die Aktie noch Luft nach oben sein. Viele Analysten jedenfalls sind von dem neuen Zahlenwerk und dem starken Ausblick begeistert. Die Deutsche Bank etwa sieht für die Aktie ein Kursziel von 185 Euro, JPMorgan erwartet 190 Euro und Jefferies gar 193 Euro. Zum Vergleich: Am Dienstagmittag notierte das Papier bei knapp 170 Euro (Stand: 26.04.2022, 12:00 Uhr).