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Wirtschaftsprüfer: Deutsche Banken verdienen wenig, Schweizer am meisten

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Wo finden Sie international die profitabelsten Banken? In einer aktuellen Studie hat die  Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC darauf jetzt eine Antwort gefunden: Schweizer Banken verdienen am meisten und deutsche Banken ganz wenig.

Insgesamt erfreuliches Ergebnis für die Bankenbranche

PwC hat rund 50 Privatkundenbanken und Bankengruppen in Europa, Nordamerika und Australien mit insgesamt 690 Millionen Kunden analysiert. Ergebnis: Insgesamt war das Jahr 2021 erfreulich für die Bankenbranche. Der Umsatz konnte im Schnitt um 4% gesteigert werden. 70% konnten ihr Betriebsergebnis verbessern. Die Kunden ließen mehr Geld auf ihren Konten. Die Einlagen stiegen um 7%. Das Kreditgeschäft legte im Schnitt um 6% zu.

528 Euro Gewinn jede Kunde

Die Unterschiede zwischen den internationalen Banken sind aber gewaltig. An der Spitze stehen die Schweizer Banken mit einem Gewinn von 528 Euro je Kunde. Die österreichischen Banken kommen auf 234 Euro und landen damit im Mittelfeld. Die deutschen Banken aber Schnitt nur 180 Euro je Kunde verdient und kommen damit auf einen der letzten Plätze.

Welle von Filialschließungen

Das schlechte Abschneiden der deutschen Bank wird einen Prozess weiter beschleunigen, der sich schon seit Jahren im Gange ist: Die Zahl der Bankfilialen wird weiter zurückgehen. Und das ist ein Phänomen, das nicht auf Deutschland begrenzt ist. Abgesehen von der Schließung von Filialen muss den deutschen Banken aber mehr einfallen, um profitabler zu werden.

Widersprüchliche Analysten-Einschätzungen zur Deutschen Bank

Fazit: Für deutsche Banken, insbesondere die Deutsche Bank, ist die aktuelle Studie der  Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC eine Ohrfeige. Damit bestätigt sich für Deutschlands führendes Bankhaus aber ein langjähriger Abwärtstrend, den Sie auch am Chart ablesen können. Die Analysten-Einschätzungen sind extrem widersprüchlich. Nur 6 von 19 Analysten empfehlen derzeit Kaufen bzw. Aufstocken, 10 raten zum Halten und 3 finden Verkaufen besser. Das durchschnittliche Analysten-Kursziel liegt 12,20 € und bietet damit ein Kurspotenzial von immerhin 44%. Das niedrigste Kursziel mit 5,80 € sieht ein weiteres Abwärtspotenzial von -31%.