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So schützen Sie sich vor dem DAX Crash!

Inhaltsverzeichnis

Der DAX ist im Zuge des Überfalls der russischen Armee auf die Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen des Westens gegen Russland zuletzt deutlich unter die Räder gekommen.

Erste Analysten raten Anlegern bereits „kaufen, wenn die Kanonen donnern“. Heute früh gibt es tatsächlich eine Kurserholung. Ist das Schlimmste schon überstanden?

Aus charttechnischer Sicht: nein. Unten sehen Sie den Wochenchart des DAX (1 Kerze entspricht also 1 Woche). Sie sehen, dass der DAX von April 2021 bis Januar 2022 oberhalb von 14.800/ 15.000 Punkten seitwärts lief.

Das änderte sich zu Beginn dieser Woche leider sehr deutlich, als der Index nach unten aus dieser Spanne ausbrach. Damit liegt nun eine abgeschlossene Toppbildung vor. Solange die alte Seitwärtsspanne nicht zurückerobert wird, haben die Bären die Oberhand und die Kurse dürften weiter fallen.

Zwischenerholungen ändern daran nichts. Erst oberhalb von 15.800 Punkten kann ich wieder Entwarnung geben. Davon sind wir weit entfernt. Wie tief kann es gehen?

DAX: Ausbruch nach unten – wird das eine echter Crash?

Quelle: stockcharts.com/ eigene Darstellung

DAX-Crash. meine Kursziele!

Aus der Top-Formation ergibt sich ein Mindestkursziel von 13.700 Punkten. Im Tief wurden gestern 13.800 Punkte erreicht. Da das mit den Kurszielen keine exakte Raketenwissenschaft ist, könnte man das Mindestziel als erfüllt ansehen. ABER:

So ein Index bastelt nicht fast ein ganzes Jahr an einer Topbildung, nur um dann nur eine einzige Woche zu fallen. Da wird wahrscheinlich noch viel mehr nach unten kommen.

Als wirklich markante Zielzone bieten sich die Herbsttiefs 2020 bei 11.450 Punkten an. Erst in diesem Bereich, der aktuell rund 2.500 Punkte unter dem gestrigen Schlusskurs liegt, dürften Stimmung, Bewertungen und Indikatoren so weit am Boden liegen, dass eine neue Rally entstehen kann. Der DAX hätte dann knapp -30 % von seinen Allzeithochs verloren.

Apropos: Genau das ist auch das Problem beim DAX. Neue Allzeithochs führen über kurz oder lang IMMER zu einer sehr ausgeprägten Korrektur von einem solchen Ausmaß. Das war zuletzt 2011, 2015, 2018 und 2020 auch jedes Mal der Fall. Ich sehe keinen Grund, warum das diesmal anders sein sollte.

Crash-Ursache: Es ist nicht der Ukrainekrieg, sondern…

Die Ursache für diese ausgeprägte Crashphase ist übrigens NICHT die aktuelle Ukrainekrise. Diese wirkt lediglich als Brandbeschleuniger. Die wahre Ursache ist die kommende Rezession, die seit dem vergangenen Herbst entsteht und die bisher kaum ein Anleger oder Experte wahrhaben will.

Wir werden wahrscheinlich zur Jahresmitte 2022 eine Schrumpfung der Konjunktur sehen, weil die extreme Inflation dies über eine Zurückhaltung beim privaten und öffentlichen Konsum sowie bei den Investitionen von Unternehmen erzwingt. Danach dürften auch die Preise wieder ins Lot kommen und ein neuer Aufschwung kann starten.

So schützen Sie sich vor dem Crash!

Bis dahin sollte Sie sich als Anleger jedoch unbedingt vor dem Crash schützen. Unterschätzen Sie die aktuelle Crashgefahr nicht! Die Bären sind seit Wochenbeginn los. Sie werden nicht ruhen, bevor Ihr gesamtes Anlagekapital vernichtet ist, wenn Sie sie lassen. Also: Treffen Sie sofort unbedingt Vorsorge gegen den Crash, der gerade erst begonnen hat!