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DAX 40 : DAX Analyse: Was für ein komisches Kursmuster wird das?

Seit nunmehr über sechs Monaten läuft in Deutschland ein Abschwung, der sich immer weiter verfestigt. Doch die Börsianer haben sich diesen Abschwung immer wieder schöngesoffen.

Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt Abschwung schon seit 6 Monaten

Wenn Sie jetzt vielleicht fragen: Wie was Abschwung? Woher kommt der denn auf einmal? Dann empfehle ich Ihnen einen regelmäßigen Blick auf den ifo-Geschäftsklimaindex, den wohl wichtigsten Frühindikator für die deutsche Wirtschaft.

Das ifo-Geschäftsklima basiert auf ca. 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen, die nach ihrer aktuellen Geschäftslage sowie den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt werden. An der Umfrage nehmen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes teil. Wegen der Größe der Umfrage gilt das ifo-Geschäftsklima als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

Dieser Index wurde zuletzt Mitte Dezember (wie immer jeden Monat) veröffentlicht. Der Index hat sich bereits den sechsten Monat in Folge eingetrübt.

Der Geschäftsklimaindex sank von revidiert 96,6 Punkten im Vormonat auf 94,7 Zähler im Dezember. Inzwischen notiert dieser auf dem tiefsten Stand seit Februar 2021. Und der Einbruch im Dezember war kräftiger als sich das die Volkswirte der großen Banken ausgemalt hatten.

Interessant sind die Begründungen des ifo-Institutes für den Einbruch: Die hohen Corona-Infektionszahlen, Einschränkungen wie 2G-Regeln sowie anhaltende Lieferkettenprobleme.

Abschwung verfestigt, keine Besserung in Sicht, was macht die Börse daraus?

Bei der deutschen Konjunktur sieht es also nicht gut aus. Allerdings sind fundamentale Entwicklungen und Börsenkurse zumindest auf kurze Sicht zwei verschiedene Paar Schuhe (langfristig laufen sie immer Hand in Hand). Also was macht der DAX aus dieser unerfreulichen Gemengelage?

Noch am 18. November 2021 erreichte der DAX ein neues Allzeithoch bei 16.290 Punkten. Bis dahin hatte sich das mit dem Abschwung offenbar noch nicht herumgesprochen.

Danach setzte kurzzeitig eine Art Umdenken ein. Der DAX stürzte binnen weniger Handelstage kurz vor Weihnachten um rund 1.300 Punkte ab. Er fing sich jedoch gerade noch so an der entscheidenden Unterstützungszone zwischen 14.800 und 15.000 Punkten und bildete dort in der ersten Dezemberhälfte ein charttechnisches Doppeltief aus.

Mit diesem soliden Boden im Rücken läuft derzeit eine Kurserholung, die schon fast in der Nähe der alten Allzeithochs angelangt ist

DAX Tageschart: Was für ein komisches Kursmuster wird das?

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Quelle: stockcharts.com/ eigene Darstellung

„Dann beginnt die große Misere für DAX-Anleger!“

Sicher werden bald kurzzeitig wieder neue Allzeithochs erreicht werden. Die Medien werden freudig den „Erfolg“ verkünden. Ich sehe jedoch die gesamte Entwicklung. Und ich werde immer skeptischer. Aus einem guten Grund.

Den hier bildet sich seit April 2021 ein äußerst gefährliches Kursmuster, das einen lange und verheerende Talfahrt einleiten kann. Es ist noch nicht fertig. Aber lange wird es nicht mehr dauern. Sobald in den nächsten Wochen die 14.800er Marke nach unten bricht, beginnt die große Misere für DAX-Anleger!

DAX Zeitung – skywalker_ll ado

Die Jahresendrally läuft bereits auf HochtourenWährend die Berichtssaison in den USA nun weitestgehend hinter uns liegt, heißt es unterdessen hierzulande in dieser Woche noch einmal „Vollgas“. Vorab hat der DAX bereits mit Hilfe der von einem Rekord zum nächsten eilenden Wall Street ein neues Allzeithoch generiert. Die Jahresendrally läuft folglich auf Hochtouren.  › mehr lesen

 

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Über den Autor
170407 Invest Voigt 72 04
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen. Seit Februar 2009 obliegt ihm die Chefredaktion für den überaus erfolgreichen Börsenbrief DAX Profits.

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