Covestro Aktie: Squeeze-out im Fokus
Die Spannung bei der Covestro Aktie verlagert sich zunehmend von den operativen Kennzahlen hin zur endgültigen Abwicklung der Übernahme durch ADNOC (jetzt XRG). Während der Kapitalmarkt auf die morgige Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2025 blickt, dominieren strukturelle Umwälzungen die Schlagzeilen. Kurz vor der Bilanzvorlage platzte die Nachricht: Der langjährige Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Steilemann wird das Unternehmen verlassen – ein klares Signal für den anbrechenden neuen Abschnitt unter der Ägide aus Abu Dhabi.
Paukenschlag in der Chefetage von Covestro
Nur wenige Tage vor der finalen Bilanzpräsentation hat Covestro eine zentrale Personalie geklärt, die das Ende der Eigenständigkeit symbolisch besiegelt. CEO Dr. Markus Steilemann hat angekündigt, seinen bis Mai 2028 laufenden Vertrag nicht zu verlängern. Diese Entscheidung vom 23. Februar 2026 markiert den Beginn einer neuen Führungsära unter dem neuen Eigner ADNOC. Steilemann, der als Architekt des Deals gilt, wird einen geordneten Übergang sicherstellen. Für Anleger ist dies der definitive Beleg, dass die strategische Hoheit nun zügig nach Abu Dhabi wandert.
Status Quo bei Covestro: Übernahme und Squeeze-out
Der Aktienkurs von aktuell gut 60 Euro bewegt sich kaum noch aufgrund fundamentaler Daten, sondern ist fast ausschließlich an die Übernahmemodalitäten gekoppelt. Nachdem ADNOC (über die Erwerbsgesellschaft XRG) die Mehrheit gesichert und alle regulatorischen Hürden genommen hat, wurde bereits im Januar 2026 das Verfahren zum Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre eingeleitet. Parallel dazu hat das Unternehmen den Wechsel vom streng regulierten Prime Standard in den General Standard beantragt – ein klassischer Vorbote für ein mögliches späteres Delisting.
Fazit für Anleger
Die Covestro Aktie ist für klassische, auf Kursgewinne spekulierende Investoren kaum noch attraktiv, da die Übernahme weitgehend eingepreist ist.
- Chancen: Die einzige verbleibende Fantasie liegt in der Höhe der Barabfindung beim finalen Squeeze-out. Diese orientiert sich oft am gewichteten Durchschnittskurs oder einer Unternehmensbewertung, könnte aber nah am aktuellen Niveau liegen.
- Risiken: Mit dem geplanten Segmentwechsel und dem Squeeze-out droht der Aktie ein massiver Liquiditätsverlust. Der Handel wird austrocknen, und Covestro verschwindet perspektivisch vom Kurszettel.
Anleger sollten die kommenden Wochen nutzen, um zu entscheiden, ob sie auf die Barabfindung warten oder das Kapitel Covestro jetzt schließen wollen. Fundamentale Daten wie Umsatz oder EBIT spielen für die Kursfindung derzeit faktisch keine Rolle mehr.

Jahreschart Covestro Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.