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Coronapolitik: Jedes siebte deutsche Unternehmen vor Pleite!

Inhaltsverzeichnis

Früher wäre eine solche Nachricht wohl der ultimative „Börsenschocker“ gewesen: Am vergangenen Dienstag warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer nicht aufzuhaltenden Omikron-Ansteckungswelle in Europa.

WHO: Sind bald 50 Prozent der EU-Bürger angesteckt?

In sechs bis acht Wochen könnten 50 Prozent der EU-Bevölkerung mit dem Virus infiziert sein. In Deutschland wurde zuletzt ein neuer Tagesrekord an gemeldeten testpositiven Fällen mit über 80.000 vermeldet.

Doch die Börsen bleiben erstaunlich gelassen. Hoffnung birgt womöglich die Prognose, dass die rasche Ausbreitung der vergleichsweise milden Omikron-Variante rasch zu einer endemischen Lage führen wird. Marco Cavaleri, Leiter der EMA-Abteilung biologische Gesundheitsbedrohungen und Impfstrategien, sagte auf einer Online-Pressekonferenz am vergangenen Dienstag:

„Wenn viele Menschen eine starke Immunität haben, könnte das der Weg zur Endemie sein.“

Die EMA ist laut Wikipedia die Europäische Arzneimittel-Agentur (englisch European Medicines Agency) und als solche in der Europäischen Union für die Erhaltung und Förderung der öffentlichen Gesundheit zuständig.

Wandel von der Pandemie zur Endemie könnte der ersehnte Ausweg sein

Eine Krankheit, die nur in bestimmten Regionen regelmäßig auftritt, wird als endemisch bezeichnet. Bei einer Endemie bleibt die Zahl der Erkrankungen über die Zeit relativ konstant. Sie nimmt also nicht (wie derzeit noch bei Covid-19) immer weiter zu. Ein typisches Beispiel dafür ist die hauptsächlich in den Tropen verbreitete Malaria, an der jedes Jahr 300 Millionen Menschen weltweit erkranken.

Die dortigen Einwohner haben gelernt, mit der Krankheit zu leben. Niemand käme auf die Idee, die gesamte Wirtschaft oder Gesellschaft deswegen lahmzulegen. Gerade der wohl mildere Verlauf der Omikron-Infektionen samt nachfolgender Massen-Immunität ist für viele Experten die Chance, den Menschen in absehbarer Zeit womöglich wieder die ersehnte Rückkehr zur „Normalität“ zu ermöglichen.

Diese letzte Hürde ist noch zu nehmen

Allerdings gibt es auf dem erhofften Weg von Corona von der Pandemie zur Endemie noch eine große Schwierigkeit. Im Falle einer letzten nicht aufzuhaltenden Ansteckungswelle könnte der zu erwartende Personalausfall im Gesundheitswesen und der Versorgung ernsthafte Probleme bringen, weil es überall zu Engpässen kommen könnte.

Hier kann die Politik jedoch auch gegensteuern. Spanien plant als erstes EU-Land einen Strategiewechsel bei der Maßnahmenpolitik. Nach dem neuen System soll künftig nicht mehr jede einzelne Positiv-Testung gemeldet werden. Auch auf Testungen bei unauffälliger Symptomatik wird verzichtet. COVID-19 soll vielmehr „wie jede andere Atemwegserkrankung beobachtet“ werden, heißt es nach einem Zeitungsbericht von El Pais.

Umdenken: Spanien will Corona künftig „wie jede andere Atemwegserkrankung beobachten“

Zur Beobachtung der Situation würden ausgewählte Hausärzte, Gesundheitszentren und Krankenhäuser herangezogen, um anhand gezielter Erhebungen statistisch aussagekräftige Stichproben zu erhalten. Das wäre das Ende der Maßnahmensteuerung über wenig aussagekräftige „Inzidenzen“, wie sie derzeit u.a. noch in Deutschland praktiziert wird.

Spanien will innerhalb der EU für das neue System werben. Eine Veränderung der Maßnahmen-Steuerung scheint auch dringend geboten. Es kann nicht angehen, dass die gesamte Wirtschaft bis zum Zusammenbruch blockiert wird wegen einer mehr oder weniger milden Atemwegserkrankung.

Folgen der Coronapolitik in Deutschland: Jedes siebte Unternehmen vor der Pleite!

Die Folgen der bisherigen Coronapolitik in Deutschland sind erschreckend. Knapp jedes siebte Unternehmen (14,0 Prozent) sieht sich mittlerweile dadurch in seiner Existenz bedroht. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts im Dezember hervor.

„Immer noch besonders gefährdet fühlen sich die Reisebüros und -veranstalter mit 73,2 Prozent sowie Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft mit 67,4 Prozent“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen.

Im Einzelhandel sprachen der Umfrage zufolge im Dezember 17,1 Prozent der Unternehmen von einer existenzbedrohenden Situation. „Das sind auch die Folgen der Zurückhaltung der Verbraucher“, sagt Wohlrabe. Diese „Zurückhaltung“ ist angesichts staatlicher Aussperrungen von Millionen Kunden im Zuge von „2G/ 2G+“ nicht immer eine freie Konsumentenentscheidung.

Auch im Gastgewerbe bleibt die Situation weiterhin kritisch. Mehr als der Hälfte der Betriebe fühlen ihre Existenz bedroht. Im Verarbeitenden Gewerbe sehen lediglich 5,7 Prozent ihre Existenz bedroht.

Letztere Zahl ist wohl auch die Ursache für die relative Gelassenheit der Börse trotz der wirtschaftlichen Verheerungen. Es trifft bis jetzt überwiegend kleinere, nicht börsennotierte Betriebe. Noch. Denn über Zweitrundeneffekt dürfte sich die bevorstehende Pleitewelle später auch zu den großen börsennotierten DAX-Konzernen durchfressen.

Bereiten Sie sich als Anleger jetzt vor!

Die Gefahr ist groß, dass die bevorstehende Pleitewelle gerade in Deutschland mit der Zeit alles mit sich reißt und am Ende die gesamte Wirtschaft in einen Kollaps stürzt. Auf jeden Fall sollten Sie als Anleger auf fällende Kurse im laufenden Jahr vorbereitet sein.