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Warum Continental an der Börse so unbeliebt wie Schröder bei der SPD

Inhaltsverzeichnis

Die meisten Menschen verbinden mit Continental Reifen. Doch der DAX-Konzern aus Hannover hat sich längst in anderen Bereichen Standbeine in der Automobilindustrie aufgebaut.

Conti: Viel mehr als nur Autoreifen

Zu den Nicht-Reifen-Produkten gehören neben Fahrwerksensoren, Fahrerassistenz- und Airbagsystemen auch Produkte für die Motorsteuerung und Einspritztechnik, Schlauchleitungssysteme, Brems- und Luftjedersysteme, Formpolster, Transportbandysteme und Beschichtungen. Alle großen europäischen und amerikanischen Marken wie BMW, DaimlerChrysler, Ford, General Motors/Fiat, Peugeot, Renault und VW werden von Continental beliefert. In einem weiteren Bereich konzentriert sich das deutsche Traditionsunternehmen auf die Entwicklung von Antrieben für Hybrid- und Elektroautos.

Umbruch vom Kautschuk- zum Hightech-Konzern

Doch die Transformation vom Kautschuk- zum Hightech-Konzern verläuft nicht reibungslos. Der Umsatz ist Jahren rückläufig. Nach 44 Mrd. € in 2017 hat Continental im letzten Jahr nur noch knapp 34 Mrd. umgesetzt. Auch die Gewinnmarge ist nicht erfreulich. Die Börse hat Conti schon vor Jahren die Daumen gesenkt, die Aktie befindet sich 5 Jahren in einem Abwärtstrend.

Ukraine-Krieg und Corona-Lockdown: Gewinnmarge sinkt weiter

Und es sind derzeit auch keine Nachrichten oder Entwicklungen in Sicht, die den Abwärtstrend nachhaltig stoppen könnten. Schlimmer noch: Conti rechnet in diesem Jahr mit einer noch geringeren Gewinnmarge. Die steigenden Kosten ölbasierter Rohstoffe machen dem Automobilzulieferer zu schaffen. „Sollte die geopolitische Lage, insbesondere in Osteuropa, angespannt bleiben oder sich gar verschlechtern, kann dies weitere nachhaltige Störungen in der Produktion, den Lieferketten und der Nachfrage verursachen“, so der Vorstandsvorsitzende Nikolai Setzer in einer aktuellen Stellungnahme.

Fazit: Continental stand auch schon vor dem Ukraine-Krieg, der Pandemie und den China-Lockdowns mit unterbrochenen Lieferketten vor einer schwierigen Phase.

Das spiegeln auch Analysten-Einschätzungen wieder, die extrem widersprüchlich ausfallen. Obwohl Continental schon fast wieder auf ein 5-Jahres-Tief gefallen ist, wollen nur 6 von 21 Analysten zugreifen. 10 Analysten raten zum Halten und 5 empfehlen den Verkauf. Das durchschnittliche Analysten-Kursziel liegt 89 €, das das niedrigste aber bei 44 €.