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Brenntag – Sattes Ertragsplus und elfte Dividendenerhöhung in Folge

Inhaltsverzeichnis

Im vorigen September ist Brenntag in den Dax aufgestiegen. Die Jahreszahlen für 2021 sprechen dafür, dass der Essener Chemie-Großhändler noch längere Zeit Mitglied im deutschen Leitindex bleiben wird.

Die ganz große Überraschung war es nicht, als Brenntag-Chef Christian Kohlpaintner einen Anstieg des operativen Ertrags (Ebitda) um  29,5 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro verkündete. Denn der – zumindest nach eigenen Angaben – Weltmarktführer auf dem umsatzstarken  Feld der Distribution von Industrie- und Spezialchemikalien hatte im vorigen Jahr bereits zweimal seine Gewinnprognose angehoben. Dennoch hat das tatsächliche Ergebnis die Erwartungen leicht übertroffen. Den Zielkorridor hatte Brenntag erst im September 2021 auf 1,26 bis 1,32 Milliarden Euro angehoben.

Vom Eierhändler zum Weltkonzern

Die Aktionäre profitieren von dem guten Ergebnis durch den Vorschlag des Vorstands, die Dividende von 1,35 Euro auf 1,45 Euro anzuheben. Das ist die elfte Erhöhung der Ausschüttung in Folge. Seit dem Börsengang im Jahr 2010 hat Brenntag die Dividende jedes Mal gesteigert. Jetzt beginnt sich der Umbau des Unternehmens auszuzahlen.

Der Chemiehändler, der übrigens vor fast 150 Jahren als Eierhändler gestartet war, hat die bisherige Aufteilung nach vier Regionen durch die Installierung von zwei Geschäftsbereichen ersetzt. Einer ist für das Massengeschäft zuständig, der andere für spezielle Chemikalien und Inhaltsstoffe.

Der Umsatz ist 2021 um fast 20 % auf rund 14,4 Milliarden Euro geklettert. Zum Teil ist der Anstieg auf sechs Firmenkäufe zurückzuführen, für die Brenntag rund 440 Millionen Euro gezahlt hat. Dadurch hat das Unternehmen vor allem seine Stellung auf den beiden weltgrößten Chemiemärkten gestärkt – den USA und China. Auf der Umsatz- und Ertragsseite wächst Brenntag also, auf der anderen Seite schrumpfen die Zahl der Vertriebsstandorte und damit auch die Beschäftigung. Und das soll bis Ende 2023 eine kräftige Kostenentlastung bewirken.

Brenntag-Chef Kohlpaintner traut sich sogar, trotz der Kriegs in der Ukraine eine Prognose für das laufende Jahr abzugeben. Er erwartet einen Anstieg des operativen Ertrags auf 1,45 bis 1,55 Milliarden Euro. Das wäre ein Plus von immerhin 7,5% bis 15 %. Da Brenntag bei seinen Prognosen traditionell sehr vorsichtig ist, kann es durchaus wieder zu einer Revision nach oben kommen.

Analysten sehen großes Kurspotenzial

Der Aktienkurs hat nach der Bekanntgabe der Jahreszahlen mit einem Plus von gut 5 % auf über 69 Euro reagiert. In den vergangenen sechs Monaten war die Notierung noch um rund 20 % gefallen. Die Aktienanalysten sind mehrheitlich sehr positiv für Brenntag gestimmt. Von den 15 Experten, die seit November ihr Urteil abgegeben haben, empfehlen 11, die Aktie zum Kauf und vier, sie zu halten.  Heute hat die Baader Bank ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 85 Euro bestätigt, ebenso JP Morgan, die sogar Potenzial bis 105 Euro sieht – das sind rund 50 % über dem aktuellen Kurs.