USA: BMW schlägt Mercedes trotz Absatz-Delle
Der Kampf um die Krone im lukrativen Premium-Segment des US-Automarktes geht in die nächste Runde. Im ersten Quartal 2026 konnte BMW seinen Vorsprung gegenüber dem Dauerrivalen Mercedes-Benz weiter ausbauen. Trotz eines insgesamt schwierigen Marktumfelds und leichter Absatzrückgänge bei beiden deutschen Autobauern bleibt BMW in den USA der unangefochtene Spitzenreiter bei den Absatzzahlen.
BMW dominiert den US-Markt mit starken SUV-Verkaufszahlen
Die Auswertungen sprechen eine klare Sprache: BMW of North America lieferte in den ersten drei Monaten des Jahres exakt 84.231 Fahrzeuge aus. Zwar entspricht dies einem Rückgang von 3,9 Prozent im Vergleich zum starken Vorjahresquartal, dennoch übertrafen die Münchner den allgemeinen Branchentrend deutlich.
Maßgeblich für diesen Erfolg war einmal mehr das äußerst breit aufgestellte SUV-Portfolio. Besonders die frischen Generationen der X-Modelle erwiesen sich als absolute Kassenschlager. Die leichten Nutzfahrzeuge und SUVs von BMW verzeichneten insgesamt ein sattes Plus von 9,5 Prozent auf über 48.000 Einheiten, getrieben vor allem von einer starken Nachfrage nach dem X3 und dem X5.
Einen deutlichen Wermutstropfen gibt es jedoch bei der Elektromobilität: Der US-Absatz der rein elektrischen Fahrzeuge und Plug-in-Hybride brach bei BMW um drastische 50 Prozent auf nur noch 9.856 Einheiten ein. Dies verdeutlicht die momentane Zurückhaltung der amerikanischen Kundschaft beim Thema E-Antrieb.
Mercedes-Benz: Fokus auf margenstarke Luxus-Modelle
Der Stuttgarter Konkurrent Mercedes-Benz meldete für das erste Quartal 2026 einen US-Absatz von 78.500 Fahrzeugen, wovon 70.000 auf klassische Pkw und 8.500 auf Vans entfielen. Mit einem moderaten Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bleibt Mercedes-Benz weiterhin spürbar hinter BMW zurück. Dennoch konnte das Unternehmen in strategisch wichtigen und äußerst margenstarken Segmenten glänzen.
Das Kerngeschäft mit SUVs florierte: Die Modelle GLC, GLE und GLS wuchsen um 22 Prozent und machten ganze 61 Prozent des gesamten Pkw-Absatzes in den USA aus. Auch im absoluten Luxus-Segment, den sogenannten Top-End-Fahrzeugen, feierte Mercedes beachtliche Erfolge. Die G-Klasse (+16 Prozent), der SL (+47 Prozent) und Maybach (+22 Prozent) verzeichneten kräftige Zuwächse. Mercedes-Benz kompensiert das leicht geringere Volumen somit erfolgreich über den Verkauf renditestarker Spitzenmodelle.
Aktien im Fokus: BMW (DE0005190003) und Mercedes-Benz (DE0007100000)
Trotz der soliden Marktpositionierung in den USA zeigen sich die Investoren am heutigen Montag, den 13. April 2026, eher abwägend. Globale Rahmenbedingungen – insbesondere ein weiterhin schwieriger und wettbewerbsintensiver Markt in China – drücken leicht auf die Stimmung im Automobilsektor.
Am wichtigsten deutschen Handelsplatz Xetra notierte die BMW-Aktie (ISIN: DE0005190003) am heutigen Mittag bei 82,66 Euro und verzeichnete damit leichte Kursgewinne. Das Unternehmen stützt sich an der Börse aktuell nicht nur auf das starke US-Geschäft, sondern punktet bei Anlegern auch durch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm und eine verlässliche Dividendenpolitik.
Die Aktie der Mercedes-Benz Group (ISIN: DE0007100000) zeigte sich im Xetra-Handel zum Wochenstart ebenfalls in einer beständigen Verfassung. Die Papiere der Stuttgarter konnten zuletzt nach leichten Aufwärtsbewegungen ihre Gewinne aus der Vorwoche weitgehend behaupten und zeigten eine stabile Tendenz.
Fazit: Beide deutschen Premium-Hersteller trotzen dem Gegenwind auf dem US-Automarkt auf ihre ganz eigene Weise. Während BMW durch schiere Masse und ein extrem gefragtes SUV-Angebot glänzt, fokussiert sich Mercedes-Benz weiterhin erfolgreich auf margenstarke Luxusmodelle. Für Anleger bleibt in den kommenden Monaten spannend, wie die beiden Konzerne ihre Preisstrategien verteidigen und auf die schwankende Nachfrage bei Elektroautos reagieren werden.

Jahreschart BMW Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.