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BMW – vorsichtig optimistischer Ausblick, Dividende verdreifacht

Inhaltsverzeichnis

Die Autobranche hat aufgrund des Chipmangels, der speziell im Herbst zu Lieferproblemen bei Neuwagen führte, ein nicht unkompliziertes Jahr 2021 hinter sich. Diesen Schwierigkeiten zum Trotz hat sich der Münchener Automobil- und Motorradhersteller BMW unter dem Strich gut geschlagen und seine Ziele erfüllt. Für die Aktionäre wirkt sich das erfreulicherweise in Form einer stark erhöhten Dividende aus.

Umsatz- und Gewinnsteigerung, Rentabilität im Auto-Segment am oberen Ende der Prognose

Den Umsatz konnte BMW im Geschäftsjahr 2021 um über 10 Prozent auf gut 111,2 Milliarden Euro steigern, die Auslieferungen legten um 8,4 Prozent auf mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge zu. Die Bedeutung elektrifizierter Fahrzeuge wächst erwartungsgemäß weiterhin stark, ihr Absatz erhöhte sich gegenüber 2020 um 70,4 Prozent auf beinahe 330.000 – damit beträgt der Anteil am gesamten Fahrzeugabsatz von BMW inzwischen 13 Prozent. Das Management hält das Erreichen eines Anteils vollelektrisch angetriebener Fahrzeuge von 50 Prozent am Gesamtabsatz von BMW noch vor 2030 für möglich.

Das Ergebnis vor Steuern verdreifachte sich gegenüber dem Jahr 2020 auf etwas mehr als 16 Milliarden Euro, der Konzernüberschuss von fast 12,5 Milliarden Euro nach knapp 3,9 Milliarden Euro im Vorjahr bedeutet einen neuen Unternehmensrekord. Das Segment Automobile war für BMW besonders rentabel, die EBIT-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 10,3 Prozent befindet sich am oberen Ende der eigenen Prognose und beträgt ein Vielfaches der 2,7 Prozent von 2020.

Hohe Dividendenrendite und günstige Bewertung

Angesichts des erfolgreichen Geschäftsjahres 2021 schlägt der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende von 5,80 Euro für die Stammaktien und 5,82 für die Vorzugsaktien vor – das ist mehr als eine Verdreifachung gegenüber den 1,90 Euro des ersten Coronajahres 2020 und ein neuer Rekordwert für BMW. Die Dividendenrendite läge damit bei 7,6 Prozent. Und das, obwohl die Ausschüttungsquote nur 30,7 Prozent beträgt.

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 ist angesichts des anhaltenden Chipmangels – der Vorstand erwartet hier frühestens im zweiten Halbjahr eine Entspannung der Lage – und des Ukraine-Krieges von vielen Unsicherheiten geprägt. In der Folge erwartet das Management nun für das Segment Automobile eine Auslieferungszahl auf dem Niveau von 2021. Ohne die geopolitischen Verwerfungen wäre ein weiterer leichter Anstieg das Ziel gewesen. Auch die erwartete EBIT-Marge wurde wegen des Ukraine-Krieges um 1 Prozentpunkt auf 7 bis 9 Prozent gesenkt. Das Konzernergebnis vor Steuern soll laut Prognose trotz der belastenden Umstände deutlich gesteigert werden.

Die BMW-Aktie kommt bis zum Mittag in einem freundlichen Markt fein voran und gewinnt ungefähr 2,5 Prozent auf gut 77 Euro. Mit einem KGV von unter 5 gehört BMW zu den preiswertesten Aktien im DAX.