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BMW: DAX-Autobauer rechnet mit neuen Rekorden!

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Wie Sie wissen, bin ich ein Fan von Aktien des deutschen Kurszettels. Werfen wir heute einmal wieder einen Blick in den Automobilsektor. Und dabei speziell auf einen Wert aus dem Deutschen Leitindex.

Es fiel zuletzt vor allem auf, dass unter anderem BMW die derzeitige Krise geschickt umfahren kann. Aber genauso läuft es auch für VW, Mercedes oder Porsche absolut rund.

Mehr Umsatz und mehr Gewinn im Q3

Schauen wir uns die jüngsten Zahlen der Münchener an. Bedingt durch den weltweiten Chipmangel sowie Lieferkettenschwierigkeiten reduzierte BMW seinen Absatz und schraubte im gleichen Zuge die Preise für seine Fahrzeuge nach oben.

Für das dritte Quartal meldet man einen Umsatz- und Gewinnsprung. Der Premiumautohersteller erzielte im abgelaufenen Jahresviertel einen operativen Gewinn von 3,7 Mrd. Euro, was 28% mehr entspricht im Vergleich zum Q3 vor einem Jahr.

Mehrheitsübernahme erwies sich als goldrichtig

Der Verkauf teurer Modelle sowie die Mehrheitsübernahme des Joint-Venture-Partners BBA aus China beschert sprudelnde Gewinne. Wenngleich höhere Lebenshaltungskosten und steigende Zinsen die Kauflust der Kunden drücken.

Trotz voller Lager kletterten die Erlöse vom BMW nach 9 Monaten auf über 103 Mrd. Euro – ein Zuwachs zu 2021 von ca. 25%. Der Vorsteuergewinn legte um mehr als die Hälfte zu auf stolze 20 Mrd. Euro.

Neue Rekorde erwartet

Alles in allem geht BMW-Vorstandschef Oliver Zipse für dieses Gesamtjahr von neuen Rekorden aus. Wozu die Übernahme des chinesischen E-Autobauers sicher auch einen erheblichen Anteil beiträgt. Für deutsche Autohersteller ist China der wichtigste Markt. Und genau dort geht man trotz des Chaos rund um die Null-Covid-Strategie von einem guten Geschäft aus. Letztlich auch in den USA das Geschäft weiterhin anzieht.

Aktie geriet dennoch unter Druck

Obwohl die Erwartungen der Analysten übertroffen wurden, geriet der Autobauer nach den Zahlen unter Druck. Doch von dieser kurzzeitigen Schwäche ist im Chart kaum etwas zu erkennen. Zuletzt lief die Aktie seit Anfang Oktober – mit Ausnahme eines kleinen Rücksetzers Anfang November – wie am Schnürchen.

Das Geschäft läuft aktuell rund, dennoch sind Investoren unterdessen noch ein wenig zurückhaltender, da sie ab dem kommenden Jahr mit konjunkturellem Abflauen rechnen.

Belastungsfaktoren sind lediglich vorrübergehend

Es kann natürlich gut sein, dass die Bayern auch im nächsten Jahr unter Strom stehen werden aufgrund der zahlreichen Schwierigkeiten sowie der schwächeren Wirtschaft.

Doch langfristig bleiben die Aussichten fantastisch. Elektroautos und auch autonomes Fahren sorgen bei BMW zusätzlich für Wachstum und Phantasie. Hinzu kommt, dass sich die Engpässe in der Produktion langsam, aber sicher bereits auflösen.

Für alle, die einsteigen möchten, bieten sich die Vorzugsaktien der Bayern wegen des tieferen Kurslevels an – gegenüber den Stämmen – und aufgrund der damit höheren Rendite. Das KGV kommt auf gerade einmal um die 3. Und die Dividendenrendite auf satte 9,6%.