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BMW-Aktie: Reicht die niedrige Bewertung aus?

BMW-Aktie: Reicht die niedrige Bewertung aus?
wachiwit / stock.adobe.com
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Die Automobilbranche hat in den schwierigen Jahren 2021 und 2022 Milliardengewinne eingefahren und auch an der Börse vergleichsweise gut performt. Für die BMW-Aktie beispielsweise ging es vor allem dank eines guten Schlussquartals an der Börse in 2022 nur um wenige Prozentpunkte nach unten. Der Münchener Autobauer lag damit vor dem DAX.

Für 2023 sehen einige Experten zwar ein vorläufiges Ende der Rekorde und rechnen mit leicht schrumpfenden Gewinnen, die Aussichten für die BMW-Aktie sind dennoch sehr ordentlich. Das liegt vor allem an der guten Bewertung des Titels. Das niedrige KGV und die Dividendenrendite sind durchaus Argumente für Anleger.

BMW mit weniger Wachstum in 2023?

Nach zum Teil stark steigenden Absatzzahlen in 2022 sind viele Experten nicht mehr so optimistisch für das neue Jahr. Bei BMW wird zumindest von einem Ende der Wachstumsdynamik ausgegangen und damit auch von einem Rückgang des Gewinns.

Ob dieses Szenario auch so eintritt, ist jedoch zu Beginn des Jahres noch völlig unklar. Denn BMW ist so wie einige andere Autobauer auch zu einem nicht unerheblichen Teil abhängig von der Entwicklung in China. Das kann für den Konzern aus München in 2023 ein Fluch oder auch ein Segen sein.

Günstige Bewertung überzeugt Analysten

Mit einem 2023er KGV von etwa sechs und einer Dividendenrendite von mehr als fünf Prozent ist die BMW-Aktie alleine von den Kennzahlen her attraktiv für Anleger. Das Papier ist – gerade im Vergleich mit dem immer noch hoch bewerteten Titel von Tesla – trotz des Aufwärtstrends seit Q4 2022 günstig bewertet.

Die meisten Analysten sind daher auch positiv gestimmt und raten bei der BMW-Aktie zum Kauf. Gerade einmal drei von 28 Analysten sahen bei der BMW-Aktie im Dezember Verkaufskurse.

BMW mit etwas anderer Langfrist-Strategie

Das niedrige KGV, die guten Absatzzahlen, die Rekordgewinne in 2022 – viele Fakten ähneln sich bei den großen deutschen Autobauern BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen. In einem Punkt unterscheiden sich die Unternehmen jedoch: Während VW und Mercedes in Zukunft voll auf Elektroautos setzen, fährt BMW weiterhin die Schiene der Technologieoffenheit.

Neben Elektromobilität planen die Bayern auch zukünftig noch mit Verbrennungsmotoren und forschen im Bereich Wasserstoff. Diese Strategie kann für BMW entweder einen Vorsprung und damit einen Vorteil bedeuten, oder sie verpassen den Anschluss.

Für BMW ist das nicht ohne Risiko – Anleger haben bei der BMW-Aktie momentan dennoch Grund zu Optimismus. Kurzfristig scheint die Entwicklung noch unklar, mittel- und langfristig orientierte Anleger sollten die Aktie des Premiumherstellers aber zumindest auf dem Schirm haben.