Bayer Aktie: Klage bremst Rallye

Auf dem Bild ist ein Gebäude mit einem großen, kreisförmigen Bayer-Logo auf dem Dach zu sehen.
Bruno Coelho / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Die Bayer Aktie notiert im heutigen Handel etwas leichter bei knapp 43 Euro. Während sich Anleger auf die Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2025 in wenigen Tagen vorbereiten, sorgt eine juristische Auseinandersetzung in den USA für Schlagzeilen. Der Leverkusener Konzern geht in die Offensive und verklagt den US-Pharmariesen Johnson & Johnson (J&J) – ein Schritt, der die strategische Bedeutung der Pharma-Sparte unterstreicht.

Bayer im Kampf um die Marktherrschaft bei Nubeqa

Im Zentrum der aktuellen Nachrichtenlage steht nicht das leidige Thema Glyphosat, sondern die Zukunft des Blockbuster-Medikaments Nubeqa (Prostatakrebs). Bayer hat vor einem US-Gericht Klage gegen Johnson & Johnson eingereicht. Der Vorwurf: Irreführende Werbung für das Konkurrenzprodukt Erleada.

Laut Gerichtsdokumenten wirft Bayer dem US-Konkurrenten vor, wissenschaftlich nicht haltbare Vergleiche zu ziehen, die Nubeqa benachteiligen. Für Bayer ist dies mehr als ein PR-Manöver: Nubeqa gilt als zentraler Umsatztreiber im Pharma-Portfolio, der die Patentabläufe bei Xarelto und Eylea kompensieren muss. Die aggressive juristische Gangart zeigt, dass CEO Bill Anderson bereit ist, Marktanteile mit allen Mitteln zu verteidigen.

Bayer Aktie: Die Finanzkennzahlen

Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den 04. März 2026, wenn Bayer die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorlegt. Die bisherigen Daten deuten auf eine Stabilisierung hin:

  • Umsatz: Zuletzt wurden 9,7 Mrd. EUR (Q3) gemeldet, wobei das Gesamtjahr 2025 als Übergangsjahr definiert wurde.
  • EBITDA: Das operative Ergebnis (1,5 Mrd. EUR in Q3) zeigt, dass die Effizienzmaßnahmen („Dynamic Shared Ownership“) greifen, auch wenn hohe Sonderlasten das Bild trüben.

Sondereinflüsse und Kursentwicklung

Die Bayer Aktie hat turbulente Monate hinter sich. Nach einer bemerkenswerten Erholung, die den Kurs in der Spitze fast bis an die 50-Euro-Marke trieb, sehen wir aktuell eine gesunde Konsolidierung. Der Rücksetzer auf das Niveau von ca. 43 Euro wird von Marktbeobachtern als „technische Korrektur“ nach der vorangegangenen „Kaufpanik“ gewertet.

Zwei Faktoren dominieren das Sentiment:

  1. Restrukturierung: Der von Anderson verordnete Kulturwandel zeigt erste Früchte in der Kostenstruktur. Der Markt honoriert den Abbau von Bürokratie.
  2. Rechtsrisiken: Während Glyphosat eingepreist scheint, erinnert der neue Fall gegen J&J daran, dass die Pharma-Branche ein juristisches Minenfeld bleibt – diesmal jedoch mit Bayer in der Rolle des Klägers.

Fazit für Anleger der Bayer Aktie

Die Situation bei Bayer bleibt für Investoren eine Wette auf den erfolgreichen Turnaround. Das aktuelle Kursniveau bietet nach der jüngsten Korrektur eine interessante Ausgangslage, birgt aber Risiken vor den Zahlen.

Das ist jetzt wichtig:

  • Chancen: Sollte der Geschäftsbericht am 4. März bestätigen, dass der Free Cash Flow über den Erwartungen liegt und die Schulden schneller als geplant sinken, könnte die Rallye wieder Fahrt aufnehmen. Der aggressive Schutz von Nubeqa signalisiert Stärke im Kerngeschäft.
  • Risiken: Der Rechtsstreit mit J&J kostet Ressourcen und das Ergebnis ist ungewiss. Zudem könnte ein verhaltener Ausblick auf 2026 – insbesondere im Agrar-Sektor – für Enttäuschung sorgen.

Jahreschart Bayer Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.