BASF Aktie: Dividende und Aktienrückkauf trösten

Reagenzglas mit BASF-Logo und Slogan "We create chemistry", gehalten von einer Hand.
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Vor der morgigen Bilanzpressekonferenz zeichnet sich für die Aktionäre der BASF ein gemischtes Bild ab. Der weltgrößte Chemiekonzern hat mit seinen vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 die Herausforderungen der laufenden Transformation offengelegt. Während der operative Gewinn unter den Erwartungen blieb, versucht das Management, mit strukturellen Anpassungen Vertrauen zurückzugewinnen.

BASF in 2025: Operatives Ergebnis unter Druck

Die nackten Zahlen verdeutlichen die konjunkturelle Härte, mit der BASF im vergangenen Jahr kämpfte. Der Umsatz sank auf 59,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 61,4 Milliarden Euro), belastet durch negative Währungseffekte und sinkende Verkaufspreise in wichtigen Segmenten. Besonders schwer wiegt jedoch der Rückgang beim operativen Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen, das mit 1,6 Milliarden Euro deutlich unter den ursprünglichen Analystenschätzungen liegt. Marktbeobachter hatten hier zuletzt mit Werten um 2,2 Milliarden Euro gerechnet.

Als Hauptursache für die schwache Marge nennt der Konzern die anhaltende Nachfrageschwäche in Europa sowie Anlaufkosten für die grüne Transformation.

BASF Aktie – Dividende trifft auf Aktienrückkauf

Bis zum Jahr 2028 plant die BASF mit einer Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie – auch für das GEschäftsjahr 2025 bestätigte der Konzern diese Ausschüttung. Die Dividendenrednite kann sich sehen lassen, wenngleich die Dividende gegenüber 2023 (3,40 Euro je Aktie) nach wie vor deutlich geringer ausfällt.

Im Gegenzug setzt BASF auf Kapitalrückführung durch die Hintertür: Das im November 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm läuft auf Hochtouren. Allein in der vergangenen Woche kaufte das Unternehmen über 1,2 Millionen eigene Aktien zurück. Kritiker sehen darin jedoch nur einen schwachen Trost für den wegfallenden Dividenden-Cashflow, während Befürworter die Disziplin bei der Kapitalallokation loben.

Konzernumbau bei BASF

Das Jahr 2025 stand im Zeichen massiver Sondereffekte. Positiv zu verbuchen ist der nun vollständig vollzogene Exit aus dem Öl- und Gasgeschäft (Wintershall Dea), der das Nettoergebnis durch Buchgewinne stützte, das operative Chemiegeschäft jedoch nicht verbessert.

Gleichzeitig drückt das Sparprogramm in Ludwigshafen auf die Stimmung der Belegschaft, ist aber für die Kostenseite essenziell. Die Stilllegung unrentabler Anlagen (u.a. Adipinsäure, Caprolactam) zeigt erste Wirkungen in der Fixkostenstruktur, konnte den Mengrückgang im Jahr 2025 jedoch noch nicht kompensieren.

Ausblick: Worauf es jetzt ankommt

Investoren blicken nun gespannt auf die detaillierten Prognosen für 2026, die morgen erwartet werden. Analysten hoffen auf Signale einer Bodenbildung bei den Chemiepreisen und erste positive Beiträge aus den neuen Verbundstandorten in China. Entscheidend wird sein, ob der Vorstand glaubhaft darlegen kann, dass das „Tal der Tränen“ bei der Marge durchschritten ist.

Fazit für Anleger der BASF Aktie

Die BASF Aktie befindet sich in einer schwierigen Übergangsphase.

  • Chancen: Das aggressive Aktienrückkaufprogramm und die stabile Dividende stützen den Kurs technisch nach unten ab. Zudem ist die Bewertung mit dem aktuellen Kursniveau historisch günstig, sofern die operative Wende 2026 gelingt. Der Verkauf von Randaktivitäten (Immobilien) erhöht die finanzielle Flexibilität.
  • Risiken: Die Abhängigkeit von einer globalen Konjunkturerholung bleibt hoch. Sollte die Nachfrage aus der Automobilindustrie weiter stocken, drohen auch die reduzierten Ziele für 2026 zu wackeln.

Anleger sollten die morgige Pressekonferenz genau beobachten. Achten Sie besonders auf den Ausblick für das erste Quartal 2026 – sollte dieser positiv überraschen, könnte die BASF Aktie zulegen.

Jahreschart BASF Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.