Aurubis-Aktie bricht ein – trotz ordentlicher Zahlen

Aurubis-Aktie bricht ein – trotz ordentlicher Zahlen
piter2121 / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Der Hamburger Rohstoff- und Multimetall-Konzern Aurubis hat seine Zahlen zum 3. Geschäftsquartal veröffentlicht und dabei vor allem gewinnseitig überzeugt. Einmaleffekte sowie geringere Energiekosten haben den Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitrum klettern lassen. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose fest.

Die Aurubis-Aktie ist nach den Quartalszahlen jedoch deutlich in den Keller gesunken – das Papier hat im Vormittagshandel fast 9 Prozent verloren (Stand: 07. August 2023, ca. 11.30 Uhr). Nach der Seitwärtsbewegung der letzten Wochen ist der Titel damit wieder unter die Marke von 80 Euro gefallen. Seit Jahresbeginn notiert die Aurubis-Aktie damit nur noch minimal im Plus.

Aurubis mit Umsatzrückgang und Gewinnsprung

Im 3. Geschäftsquartal (bei Aurubis von April bis Juni) hat das Unternehmen mit 4,1 Milliarden Euro rund 17 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresquartal – auch nach 9 Monaten des Gesamtjahres steht beim Umsatz ein Minus in den Büchern: Nach 14,28 Milliarden Euro in 2022 liegen die Erlöse der ersten 3 Quartale von 2023 bei 12,95 Milliarden Euro.

Beim Gewinn hat das MDAX-Unternehmen jedoch zulegen können: Unter anderem dank einer einmaligen Versicherungszahlung, höherer Raffinierlöhne sowie geringeren Kosten für Energie konnte das EBT um 21 Prozent auf 115 Millionen Euro gesteigert werden. Unterm Strich verdiente Aurubis im 3. Quartal 92 Millionen Euro.

Nach den Neunmonatszahlen hat die Konzernspitze dir Prognose für das Jahr bestätigt – jedoch nicht konkretisiert. Aurubis rechnet weiterhin mit einem bereinigten EBT zwischen 450 und 550 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2022/2023. Die Spanne wird wohl locker erreicht werden können, ggf. sogar am oberen Ende. Denn nach 3 Quartalen hat das Unternehmen bereits ein EBT von 406 Millionen Euro erzielt.

Aurubis-Aktie mit Chancen und Risiken

Das jüngste satte Kursminus spiegelt die Quartalszahlen eigentlich nicht wider. Denn diese sind vor allem bezüglich Umsatz und Ausblick zwar nicht überragend, jedoch nicht so schlecht, dass ein Kursbeben gerechtfertigt scheint. Abgesehen von dem Einmaleffekt konnte Aurubis zuletzt profitabler wirtschaften.

Die Quartalszahlen zeigen aber auch, dass das Unternehmen nicht nur konjunkturabhängig, sondern auch auf niedrige oder zumindest moderate Energiepreise angewiesen ist. Hier lauern gefahren für Aurubis. Auf der Habenseite stehen zum Beispiel das breite Portfolio sowie der Boom der Recycling-Sparte. Auf mittlere und langfristige Sicht bieten sich Anlegern durchaus Chancen, die Risiken durch externe Effekte und mögliche Schwankungen sollten aber im Blick behalten werden.

Quelle: https://aktienscreener.com