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Deutsche Bank erwartet Absturz von -25 % an den Börsen

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Seit dem Herbst konnten sich die Aktienkurse unterm Strich kräftig erholen. Trotz dieser Erholung verbleibt beim DAX seit Jahresbeginn in EUR ein Minus von 9 %, beim S&P 500 sogar von 16 % (in EUR -10 %, Dividenden noch nicht berücksichtigt).

Das heißt: so gut wie alle Anleger dürften in diesem Jahr spürbare Verluste verzeichnen. Da das vorangegangene Jahr 2021 ein Rekordjahr bei den Kursgewinnen war, ist dies eventuell verschmerzbar. Doch selbst viele namhafte Experten sehen schon wieder schwarz für das kommende Börsenjahr. Ich allerdings nicht!  

Deutsche Bank erwartet Absturz von -25 % an den Börsen

Mir scheint, dass die Masse der Anleger derzeit so in ihrem „Börsen-Blues“ gefangen ist, dass diese die kommenden Chancen gar nicht mehr wahrnehmen. Viele Analysten sehen den großen Absturz bei Aktien erst noch kommen – und eine schwere Rezession.

An die Spitze der Untergangspropheten setzt sich derzeit die Deutsche Bank. Sie „sieht“ eine tiefe Rezession in den USA aufgrund einer zu straffen Geldpolitik der Zentralbanken für Mitte 2023 voraus, die einen „scharfen und schmerzhaften“ Kursrückgang bei Aktien auslösen soll.

Die Analysten sagen einen Absturz um -25 % ausgehend vom heutigen Kursniveau voraus, wenn diese Rezession zuschlägt. Diese Rezession ist quasi unvermeidlich, da die Zentralbanken in Europa und den USA „absolut besessen“ davon seien, die hohe Inflation mit Zinsanhebungen wieder unter Kontrolle zu bringen und es unmöglich sei, dies ohne Abschwung in beiden Wirtschaftszentren zu tun.

Immerhin sollen sich die Börsen danach bis zum Jahresende 2023 wieder erholen, weil diese Rezession nur wenige Quartale andauern soll. Vor allem die anhaltend hohe Lohn- und Preisinflation solle zunächst das Problem sein. Wenn diese hohe Inflation eines Tages zurückgeht, solle das nächste Problem auftauchen: ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Untergangsprognosen werden nicht besser, wenn sie im Rudel kommen

Mit ihren düsteren Prognosen sind die Deutschbanker nicht allein. Im Juli prognostizierte der legendäre Investor Jerry Grantham ebenfalls einen Kursrutsch von -25 % bei Aktien, weil die „Superblase“ platzen müsse. Im August sagte der Citi Bank Analyst Christopher Danley bei Chip-Aktien „den schlimmsten Halbleiter- Absturz eines ganzen Jahrzehnts“ voraus.

Anfang November folgte ein Analystenteam der Investmentbank Morgan Stanley mit der Horrorprognose, dass der Leitindex S&P 500 weitere Kursverluste von -25 % erleben werde, sobald die Rezession kommt. Keine dieser Untergangsprognosen ist eingetreten.

Warum Sie den Crash-Heinis kein Wort glauben sollten

Und keine dieser Untergangsprognosen wird zeitnah eintreten. Denn der Wind hat bereuts deutlich gedreht. Wir sehen erstaunlich viele Wirtschaftsdaten, die positiv überraschen.

Ausgerechnet die konjunktursensiblen Industrie-Aktien in den USA haben in den vergangenen Wochen eine ungewöhnlich starke Trendwende nach oben hingelegt. Warum gerade jetzt, wo die Welt doch eigentlich untergehen sollte?