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RWE Aktie : Wer hat Angst vor NoWaBo?

Von einem Linksruck in der SPD ist die Rede, von Richtungssuche der Volksparteien, von der Notwendigkeit eines Nachweises ihrer Existenzberechtigung und stärkerer Abgrenzung voneinander: Der überraschend deutliche Sieg des Duos Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken als neue SPD-Vorsitzende könnte die Koalition vor eine neue Zerreißprobe stellen.

Dennoch ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Denn der Vorwurf, mit dem sich die Unionsparteien wie auch die Sozialdemokraten seit Jahren immer wieder konfrontiert sehen, ist doch gerade ihre inhaltliche Annäherung unter der Kanzlerschaft Angela Merkels. Drei ihrer vier Amtszeiten bestritt sie auf Basis einer Großen Koalition, machte sich im Laufe der Zeit etliche einstige SPD-Positionen zu eigen und ließ die Grenzen mehr und mehr verschwimmen.

Wie die Parteienlandschaft unter der GroKo zerfasert

Die SPD, schwer geschädigt von der Ära Schröder und dessen Agenda-Politik, schaffte es trotz beachtlicher Regierungserfolge kaum, daraus politisches Kapital zu schlagen. Wieder und wieder rutschten die Wahlergebnisse der Sozialdemokraten in den Keller. Profitieren konnten davon vor allem die Grünen, die ehemals SPD-besetzte Themen wie die Sozial- und Bildungspolitik zunehmend besetzen und längst mehr sind als eine Ein-Themen-Öko-Partei.

 

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Über den Autor
Felix-Reinecke
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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