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Dax 30 : DAX Analyse: Es ist zäh, es bleibt zäh

Manchmal kann ich den Blödsinn nicht mehr hören, den die Mainstream-Medien so verbreiten. Gestern las ich dies: „Die Sorge vor einer geldpolitischen Straffung durch die US-Notenbank noch im laufenden Jahr hat den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belastet. Zudem wächst die Verunsicherung angesichts der grassierenden Delta-Variante des Coronavirus.“

Das ist ein Widerspruch in sich. Wie etwa: „Beim DAX nahm die Sorge vor eckigen Kreisen zu.“ Merkt das denn keiner dieser Praktikanten, die so was verfassen? Eine geldpolitische Straffung wird es nur geben, solange die Gefahr eines Abschwunges (etwa durch eine „Variante“) gering ist. Also nur, solange die Wirtschaft stark bleibt.

Abgesehen davon macht sich kaum ein Anleger solche Gedanken, bevor er auf den Kauf- oder Verkaufsknopf drückt. Da zählt nur der Herdentrieb. Oh es fällt, ich verkaufe. Warum ist doch völlig egal. Weil die anderen auch verkaufen. Das reicht doch völlig als Begründung.

Private Einschätzungen von konjunkturellen Szenarien sind so ungefähr das letzte, was Sie an der Börse erfolgreich machen könnte. Mit Charttechnik kommen Sie schon wesentlich weiter (auch wenn diese bei weitem nicht zum Börsenerfolg ausreicht). Und da schauen wir uns die aktuelle Situation vom DAX einmal an:

DAX Tageschart: Es ist zäh, es bleibt zäh

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Quelle: stockcharts.com

DAX: Neue Handelsspanne, eine Etage höher

Der DAX brach vor wenigen tagen aus einer längeren Schiebezone nach oben aus und markierte ein neues rekordhoch bei 16.030 Punkten. Dieses wurde umgehend wieder verkauft. Auch der Ausbruch nach oben wurde komplett negiert. Das ist eindeutig negativ.

Aber: Der Index befindet sich seit April in einer (fast) Seitwärtsspanne. Da sind Fehlausbrüche nach oben und unten normal. Sie gehören quasi zum guten Ton. Bisschen Spannung muss ja sein. Gut möglich, dass der DAX jetzt eine neue Spanne zwischen 15.600 und 16.100 Punkten eröffnet.

Auf jeden Fall bietet es sich unter diesen „kraftlosen“ Bedingungen weiterhin nicht an, in den Index zu investieren. Hier haben höchstens kurzfristige Trader mit einem sehr guten Timing Spaß.

Börsendiagramme

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Über den Autor
170407 Invest Voigt 72 04
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen. Seit Februar 2009 obliegt ihm die Chefredaktion für den überaus erfolgreichen Börsenbrief DAX Profits.

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