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Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Bundesregierung macht Ernst!        

Inhaltsverzeichnis

Die Vorstellung des Entwurfs für die vollständige Legalisierung von Cannabis in unserem schönen Land sorgte in den deutschen Medien natürlich für Schlagzeilen. Das ist ein guter Vorgeschmack für die Zukunft, wenn die Cannabis-Legalisierung in Deutschland Realität wird. Dann wird die breite Öffentlichkeit die Cannabis-Story nach und nach entdecken.                  

Die wichtigsten Eckpunkte des Entwurfs, die für besonders viel Aufmerksamkeit sorgten: Als realistisches Datum für den Verkaufsstart von Freizeit-Cannabis wurde 2024 genannt. Ich schrieb den Lesern meines Börsendienstes Cannabis Insider schon vor Monaten, dass 2023 zu ambitioniert für den Verkaufsstart sei. Aber 2024 – wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte – klingt realistisch.

Legale Cannabis-Verkäufe sollen in Deutschland in 2024 starten    

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Bundesregierung den Verkaufsstart von Freizeit-Cannabis absichtlich bis 2025 verzögert, um die Legalisierung in der nächsten Bundestagswahl als Wahlkampfthema einzusetzen. So oder so: Der vergangene Mittwoch hat einmal mehr gezeigt, dass die vollständige Legalisierung in Deutschland Realität wird.

Der zweite Punkt, auf den die Bundesregierung einen besonderen Fokus legt: Die Cannabis-Produktion soll komplett in Deutschland erfolgen. Ökonomisch ist dieser Ansatz im kurz- bis mittelfristigen Zeitfenster totaler Unsinn, da die Infrastruktur für große Cannabis-Produktionen und -Verarbeitungen in Deutschland überhaupt nicht vorhanden ist.

Cannabis soll zu 100 % in Deutschland produziert werden  

Warum will die Bundesregierung dann unbedingt die 100%ige Produktion in Deutschland? Dafür gibt es zwei Gründe, die ich sogar gut nachvollziehen kann. Der erste Grund: Die Legalisierung ist ein wichtiges Wahlkampfthema, um den linken Flügel der SPD zu beruhigen. Dies führt direkt zum zweiten Grund: Durch eine Eigenproduktion umgeht man potenzielle Probleme mit EU-Gesetzen und Widerstände anderer EU-Länder.

Potenzielle Probleme mit Cannabis-Importen auf EU-Ebene könnten die Legalisierung weiter verzögern. Dies kann sich die Bundesregierung auf keinen Fall leisten, wenn man den linken Flügel beschwichtigen will. Wie gesagt: Der Schachzug ist verständlich. Aber er wird dazu führen, dass der Verkaufsstart langsamer und in kleinerem Umfang erfolgt. Denn es wird einfach nicht genug Cannabis-Produkte für den Verkauf geben.

Fazit: Der Aufbau einer eigenen Cannabis-Produktion in Deutschland ist natürlich richtig und wünschenswert. Denn es schafft Arbeitsplätze. Aber: Da die Cannabis-Wirtschaft in Deutschland völlig unterentwickelt ist und nicht mal die Nachfrage für medizinisches Marihuana bedienen kann, ist diese Strategie im kurz- bis mittelfristigen Zeitfenster kontraproduktiv für den Aufbau der legalen Cannabis-Wirtschaft. Trotzdem: Insgesamt sind es gute Nachrichten! Die Legalisierung in Deutschland wird kommen.