Wahlbetrug?
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 14. Mai 2010, 13:00 Uhr
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Glatter Wahlbetrug
kaum einem ist es aufgefallen, aber ich werde Sie mal ganz sensibel an diese Dreistigkeit heranführen. Mal sehen, ab wann Ihnen etwas auffällt.
- Am Sonntag waren Wahlen in NRW.
- In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde ein 750 Milliarden Rettungspaket bekannt gegeben.
- Am Montag verkünden Merkel und Westerwelle, Steuersenkungen wären auf absehbare Zeit nun wohl nicht mehr möglich.
Nachtigall ick hör dir trapsen! Und spätestens jetzt sollte Ihnen auch ein Licht aufgehen.
Und wieder einmal wurden die Wähler eindeutig belogen und betrogen. Es dürfte der Regierung schon lange klar gewesen sein, dass es keine Steuersenkungen geben wird. Aber mit der Verkündung solch erfreulicher Nachrichten hat man brav bis nach der Wahl gewartet.
Nun ja, dieses Mal kann man sich wenigstens schön hinter einem Rettungspaket, welches rein zufällig am Tag nach der Wahl verabschiedet wurde, verstecken oder die Schuld den nun veränderten Mehrheitsverhältnissen und damit den politischen Gegnern geben.
Verdiente Klatsche
Ich bin stinksauer über solch dreiste Vorgehensweise und nun sogar froh über die deutliche Klatsche, die CDU und FDP einstecken mussten. Aber was nützt es, solch dreiste Machenschaften gibt es doch innerhalb sämtlicher politischer Reihen. Hier liegt ein Fehler im System vor. Eindeutige Wahlversprechen müssten verpflichtend gelten. Das ist natürlich auch keine wirklich praktikable Lösung, mir fällt aber auch nichts anderes ein, wie man diesen Lügen einen Riegel vorschieben könnte. Vielleicht haben Sie ja eine Idee?!
Stillstand
Ich bin fest der Überzeugung, dass die FDP zumindest für eine Steuervereinfachung gesorgt hätte. Mit der pseudo-sozialen Politik der SPD und der vom Verfassungsschutz beäugten Die Linke wird es hier wieder nur Stillstand geben. Und nichts ist schlimmer, als wenn alles so bleibt wie bisher. Ich kann da den Wähler einfach nicht verstehen.
Und schon die nächste Lüge
Und das laut aktuellen Aussagen nun die Haushaltskonsolidierung Priorität vor Steuersenkungen hätte, ist die nächste Lüge (oder zumindest Irreführung), die uns aufgetischt wird. Es wird keine Haushaltskonsolidierung geben. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Das wird seit 10 und mehr Jahren propagiert. Warum sollte es ausgerechnet jetzt klappen? Mit oder ohne Steuersenkung, die Verschuldung wird auch weiterhin steigen. Da wären 16 oder 20, ja selbst 30 Milliarden Euro Steuererleichterungen doch auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Ich kann da den Wähler einfach nicht verstehen.
Rettung wovor?
Und wovor soll uns dieses 750-Milliarden-Rettungspaket eigentlich schützen? Wir hatten uns im letzten Beitrag doch den Euro im langfristigen Chart angesehen. Da gab es auch mal Stände von 85 Cent. Wo war denn da die Weltuntergangsstimmung? Oder weiß die Regierung oder die EZB deutlich mehr, als derzeit durch die Medien bekannt wurde?
Nun, es wetten derzeit Menschen mit ziemlich dickem Geldbeutel gegen den Euro. So z. B. George Soros und im Gefolge einige Hedge Fonds. Der aktuelle Umrechnungskurs des Euros kann nicht allein verantwortlich gemacht werden für das aktuelle Rettungspaket. Ich bin sehr gespannt, welche Nachrichten uns hier Licht ins Dunkel bringen.
Nachgefragt
Ich habe für Sie keine Mühe gescheut und den heutigen Beitrag in ähnlichem, fast unveränderten Wortlauf an die FDP und die CDU verschickt, mit der simplen Frage, aus welchen Gründen nun eigentlich das neue Rettungspaket verabschiedet wird und mit der Aufforderung, an den aktuellen Steuerplänen festzuhalten. Ich werde Sie natürlich über die Antworten der beiden Parteien informieren.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Manfred Buder (14.05. 2010 14:10 Uhr):
Hallo Herr Weisenhaus und wie sie recht haben mit Ihrem Kommentar. Die Merkel fordert doch schon auf " wollt Ihr den totalen Zusammenbruch " und wieder machen fast alle Deutschen die Augen zu. Eine Währungsreform kommt, ja, muß zwangsläufig kommen. Grüße aus Augsburg
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (15.05. 2010 12:20 Uhr):
Hallo Herr Buder, ich glaube, dass der Euro eine sinnvolle Sache ist. Für eine erfolgreiche Währungsunion ist es jedoch zum einen erforderlich, Sanktionen wirkungsvoll verhängen zu können und zum anderen notwendig, eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik zu betreiben. Ersteres halte ich sogar im aktuellen System für umsetzbar, letzteres hingegen für derzeit nicht realisierbar, da unsere Politiker kein eigenes Interesse an einer Haushaltskonsolidierung haben. Schließlich müssten dafür auch Sozialleistungen gekürzt werden und das kostet Stimmen. Mit freundlichen Grüßen Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (15.05. 2010 12:20 Uhr):
- Kommentar von Martin (14.05. 2010 14:44 Uhr):
Ich glaube, dass die Menschen in diesem Lande keine wirkliche Alternative bei der Parteienwahl haben. Somit geht es eigentlich immer nur darum, die aktuelle Regierungspartei abzuwählen. Würden unsere Mitbürger sich intensiver mit der Politik beschäftigen, dann hätten auch kleinere Parteien vielleicht die Chance mehr ins öffentliche Interesse zu gelangen. Erwähnen möchte ich hier die Partei der Vernunft. Wahrscheinlich wird dies aber nie geschehen, da Ehrlichkeit im politischen Alltag zu echtem Handeln zwingen würde und somit unangenehme Entscheidungen zu Tage fördern würde. Wer in diesem Lande möchte denn heute Maßnahmen wie in Griechenland, Portugal oder Spanien für Deutschland? Der Aufschrei wäre wahrscheinlich viel größer und deshalb wird dies noch solange weitergehen, bis es keinen anderen Ausweg mehr gibt. Alle Rettungspakete haben doch nur den einen Sinn, den unvermeidlichen Wohlstandsverlust in die Zukunft zu verschieben.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (15.05. 2010 12:25 Uhr):
Hallo Martin, ich glaube schon, dass wir eine Alternative haben, doch die ist nicht ganz so bequem, wie die bisherige soziale Variante, bei der sich Leistung eben nicht mehr hinreichend lohnt. Unbequeme Entscheidungen kosten nun mal Stimmen, sie sind aber erforderlich und alternativlos, wenn man eine ernsthafte Haushaltskonsolidierung betreiben will. Wir haben also einen Fehler im System der dazu führt, dass unsere Politiker kein Interesse an einer vernünftigen Haushaltspolitik haben. Eine Alternative wären zum Beispiel Zielvereinbarungen und leistungsorientierte Vergütung, wie es in der freien Wirtschaft schon üblich ist. Mit freundlichen Grüßen Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (15.05. 2010 12:25 Uhr):
- Kommentar von Bernhard Stehr (14.05. 2010 17:57 Uhr):
mit wenigen Worten: Intelligenz wählt links, sagt man wenigstens. Wer ist in diesem Land intelligent? Lehrer, Anwälte und Künstler das sind meist etwas weltfremde Leute- warum sich also über Wahlergebnisse noch wundern?
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (16.05. 2010 15:12 Uhr):
Hallo Herr Stehr! "Man" sagt vieles. Und das Intelligenz links wählt, habe ich noch nie gehört. Und ehrlich gesagt zeigen meine Erfahrungen eher, dass Rentner und Schlechtverdiener links wählen. Ich habe Herrn Lafontaine mal persönlich in meiner Heimatstadt auf eine seiner legendären Reden gesehen und gehört und konnte nicht viel sinnvolles vernehmen. Der gesamte Auftritt hatte etwas von Bauernfängerei. Wer auf sowas reinfällt, kann nicht wirklich mit geistiger Tiefe glänzen. Mit freundlichen Grüßen Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (16.05. 2010 15:12 Uhr):
- Kommentar von Tommy Rasmussen (15.05. 2010 08:03 Uhr):
"mit der simplen Frage, aus welchen Gründen nun eigentlich das neue Rettungspaket verabschiedet wird" Antwort: Aller Wohlstand unter dem Volk wird über die Banken extrahiert. Aller Wohlstand der Nationen durch die Investmentbanken. Gesteuert wird alles durch die BIS (BIZ in Basel) und der ihr unterstellten Zentralbanken. BIS unterliegt keinem Nationalen Recht - weder in der Schweiz noch sonst einem Land der Welt. Die Weltkriege im 20. Jahrhundert drehten sich alle um die Etablierung dieses Systems. Deshalb sind die Hintermänner dieses Verbrechens mit denen die heute davon profitieren identisch.
Antworten - Kommentar von Alex Kronert (15.05. 2010 08:29 Uhr):
Die Politik ist ein zu wichtiges Geschaeft als dass man sie den Politikern ueberlassen duerfte. Man braeuchte hierzu einen neuen Typ Mensch, oder den alten Typ wie es ihn kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs gab. Gute Politik braucht Politiker mit persoenlichen Qualitaeten, keine der zeitgenoessischen Figuren weist diese auf. Dies gilt auch international, die Lage ist hoffnungslos und irreparabel. Alle Aktionen und Bemuehungen von der Basis aus sind ehrenswert aber laufen unter dem Motto: Wir haben keine Chance, aber wir nutzen sie (Herbert Achternbusch, bayr. Filmemacher)
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- Kommentar von Wilfried (15.05. 2010 13:31 Uhr):
Worin liegt der Unterschied, ob Menschen von Politikern, Wirtschaftsformen oder Bewußtseinsformen belogen oder gar mit negativer Energie betrogen werden? Alle wollen doch nur DAS BESTE! Geld, Ansehen, Macht usw. um zunächst das eigene und dann das Gesellschaftliche Unterbewußtsein zu befriedigen. Was wirklich zählt, ist der reine Geist, der nicht einmal in den Religionen vorhanden ist - Geist ist willig, Fleisch (Materie) ist schwach! Eigentlich muss es heissen: Materie ist schwach, Geist ist noch schwächer!! Es fehlt der globale Bewußtseinswandel. Keine Währung der Welt kann so stark sein, wie das Karma, das jeder Mensch in sich trägt. Milliardäre wie Gates oder Buffet haben das längst erkannt. Die Menschheit kann NUR durch totale Katastrophen an ihren Geist herangeführt werden. Gesetze und Regulierungen sind Schall und Rauch. Nur das geistige Gesetz zählt. Dem kann sich kein materieller Mensch entziehen.
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