Fallen die Zinssenkungen wirklich aus?

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Nach den überraschend hohen Inflationsdaten aus den USA in der vergangenen Woche hat sich am Markt die Meinung festgesetzt, dass Zinssenkungen zumindest in Übersee frühestens in der zweiten Jahreshälfte anstehen, oder sogar ganz ausfallen.

Das könnte bedeuten, dass insbesondere verschuldete Wachstums-Aktien mit den anhaltend hohen Zinsen ein Problem bekommen könnten. Kursrückgänge wären zu befürchten. Zumindest in diesem Marktsegment.

Fallen die Zinssenkungen wirklich aus?

Ich würde jedoch nicht darauf wetten, dass es wirklich so kommt. Nehmen wir nur einmal an, dass der Ölpreis aufgrund weiterer Spannungen im Nahen Osten deutlich steigt und die US-Konjunktur deshalb in die Rezession zu rutschen droht.

Kurz vor der US-Präsidentenwahl in den USA im November. Mit einer amtierenden US-Finanzministerin Yellen, die vormals selbst Notenbankchefin war und exzellente Verbindungen zu diesen Kreisen hat.

Glauben Sie ernsthaft, die Zinsen würden dann nicht kräftig gesenkt werden? Natürlich würde ein höherer Ölpreis die Inflation anheizen, was eigentlich höhere Zinsen erfordern würde. Aber mit der Zinspolitik könnten Sie nicht das Geringste gegen einen Ölengpass samt Preisschock ausrichten. Warum dann also noch eine Rezession riskieren?

In diesem Fall sind drastische Zinssenkungen sicher

Ich sage klar: geht der Ölpreis durch die Decke, werden die Zinsen drastisch gesenkt. Die dann folgende Liquiditätsschwemme wird wohl sogar zu einer neuen Blase an den Finanzmärkten führen.

Rohstoffe dürften unabhängig von der geopolitischen Entwicklung in den nächsten 12 Monaten sowieso steigen. Das zeigt die Charttechnik klar. Doch auch Aktien und Kryptowährungen dürfte diese neue Geldflut kräftig beflügeln.

Sollte es also in diesen Sektoren in den nächsten Wochen zu Kursrückgängen kommen, dann wäre dies Ihre beste Kaufgelegenheit!