Öl - Eine Blase ist eine Blase
Robert Schröder in Wave Daily
vom 30. Juli 2008, 13:00 Uhr
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Guten Tag liebe Leser,
ich erzähle Ihnen nichts Neues, wenn ich schreibe, dass sich seit 1999 der Wert eines Barrels des schwarzen Goldes gut und gerne verzehnfacht und damit der Öl-Preis auf dem höchsten Stand der Geschichte notiert.
Der folgende Monats-Chart zeigt dies eindrucksvoll.
In diesem Zusammenhang können wir aus Sicht der Elliott-Wellen auch gut die einzelnen fünf Wellen des Aufwärtsimpulses
erkennen. Die letzte Welle 5 wurde ermutlich vor zwei Wochen bei 147,50 US$ beendet. Diese finale Teilwelle hat sehr stark extensiert.
Das bedeutet, dass sie in diesem Aufwärtsimpuls die längste Welle ist. Normalerweise übernimmt
diese Rolle die dritte Welle. Extensionen sind aber grade bei Rohstoffen eher die Regel als die
Ausnahme. Auch bei Gold und Silber können Sie diese Wellen-Anomalie beobachten.
Das geht immer so weiter. Öl wird noch viel teurer!"
Viele Marktteilnehmer, so scheint es, haben sich mit dem hohen Ölpreis abgefunden und sehen ihn
weiter deutlich steigen. Auch die deutschen Top-Manager sind pessimistisch und rechnen in den
nächsten zwei Jahren mit 150 bis 180 US$.
(Quelle: http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBUC82400420080618)
Blasen in der Finanzgeschichte
Das Wort Öl-Blase" macht in den Medien schon die Runde.
Spekulationsblasen sind nichts Ungewöhnliches und hat es aber in der Vergangenheit immer wieder
gegeben. Einige Beispiele für extreme Blasenbildungen habe ich Ihnen hier kurz mit Grafik aufgelistet:
- Internet Aktien (Nemax) 1997 - 2000: Blase geplatzt
- Palladium 1996 - 2001: Blase geplatzt
- Radio Corperation of America 1924 - 1934 (Im Zuge des Radio-Booms in den USA): Blase
geplatzt
Weitere Blasen:
- Silber Hausse 1978 - 1980: Blase geplatzt
- Tulpenhausse 1630-37: Blase geplatzt
- Die Eisenbahnaktienhausse in Dtl. 1842-48: Blase geplatz
- Chinesischer Aktienindex Shanghai A Index: Blase platzt seit Ende 2007
Zurück zum Ausgangsniveau
Ob Internet-, Radio-, oder Rohstoff-Boom. Alle Blasen haben eines gemeinsam: Sie müssen früher
oder später ab einem bestimmten Punkt platzen. Der Knall" drückt die Kurse dann zurück zum
Ausgangsniveau der jeweiligen Blase und zum Teil auch noch tiefer. Außerdem nehmen alle Blasen
immer die Form einer Normalverteilungskurve - auch besser bekannt als Glockenkurve" oder Gauß-
Kurve - an. Sie wurde nach dem deutschen Physiker Carl Friedrich Gauß (1777-1855) benannt.
Sie kennen Gauß gar nicht? Doch! Sie haben Ihn jahrelang sprichwörtlich in den Händen gehalten. Er
und seine Glockenkurve waren auf den 10 DM Scheinen zu sehen.
Die Normalverteilung kommt in der Natur eher selten vor, jedoch ist sie für die Statistik von
entscheidender Bedeutung.
Doch was hat das bisher Geschriebene mit Öl zu tun?
Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte ist, dass ich bei Öl in Kombination mit der
Elliott-Wellen-Zählung, der Glockenkurve und dem Wissen aus der Finanzgeschichte davon ausgehe,
dass das Top beim Öl hinter uns liegt. Die Kursstruktur ähnelt sehr den anderen Blasen-
Charts".
Mit der aktuellen Öl-Blase wird es auch nicht anders laufen, als mit den anderen
Finanzblasen aus den zurückliegenden 350 Jahren. Öl wird in Zukunft demnach auch wieder richtig
billig werden - rückläufige Förderungen, Inflations-Szenario und steigender Verbrauch hin oder her.
Ein Rücklauf zum Anfang der Blase bis 10 US$ - die Geschichte zeigt es - wäre nur normal.
Bald wieder zweistellige Notierungen
Auch der Tages-Chart beim aktuellen Light Crude Oil Future sieht nicht sehr erbaulich aus.
Hiert ist erkennbar, dass die verhältnimäßig kurze Welle v (blau) aufgrund ihrer Fünfteiligkeit den kompletten Zyklus seit 1999 bei 147,50 US$ beendet hat. Öl brach ab dort innerhalb von zwei Wochen um 17 % auf gestern erreichte 120 US$ ein.
Diese Bewegung stufe ich als ersten Schritt in Richtung Abbau der beschriebenen Blase ein. Öl wird auch in kommenden Wochen weiter kräftig nachgeben. Noch in diesem Jahr rechne ich wieder mit zweistelligen Notierungen.
Konkrete Stopps und Empfehlungen zu Öl gebe ich Ihnen gerne in der nächsten Ausgabe von WavesWeekly.
Die aktuelle Öl-Empfehlung vom 21. Junli liegt übrigens aktuell schon mit 35 % im Plus.
In WavesWeekly beobachtet ich für Sie den DAX, die Trendmärkte Gold/Silber/Öl und ausgewählte Einzeltitel, bei denen ich ein besonders hohes Gewinnpotenzial sehe. Außerdem gebe ich Ihnen mit jeder meiner Empfehlungen ein klares Chance/Risikoverhältnis an die Hand. Damit können Sie schnell und einfach einschätzen, ob die jeweilige Empfehlung Ihrem Risiko-Profil entspricht.
Ihr Robert Schröder
Chefredakteur von WavesWeekly





