Goldpreisentwicklung

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Die aktuelle Goldpreis ist von vielen Faktoren abhängig. Angebot und Nachfrage, die Wirtschaftslage und auch die Welt-Politik beeinflussen stetig Goldpreisentwicklung. Unsere unabhängigen Experten analysieren für Sie stetig den Goldmarkt und sagen Ihnen, wann Sie ein- oder aussteigen sollten. Zusätzlich finden Sie auf dieser Seite interessante Hintergrundinformationen zum Goldpreis, ohne die Sie nicht in das gelbe Edelmetall investieren sollten.

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Rohstoff Daily

In Erwartung einer Ablehnung des Schweizer Gold-Referendums haben sich offensichtlich zahlreiche Akteure auf der Short-Seite bei Gold und Silber positioniert. Da der erwartete Abverkauf ausblieb, kam es am Montag zu einem gewaltigen Short-Squeeze.

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Goldpreisentwicklung und ihre Einflussfaktoren

Mittlerweile ist das bewährte Tausch- und Handelsmittel nicht mehr geprägt von Königen aus Kleinasien oder römischen Kaisern. Stattdessen regiert Gold den Rohstoffmarkt.

 

Die Bilanz zeigt: kein "sicherer Hafen"

 

Lange passierte nichts auf dem internationalen Markt der goldenen Unzen. Erst im Zuge des an den amerikanischen Märkten künstlich aufgeblähten Immobilienhandels folgte die Finanzkrise, die den Goldpreis pro Feinunze in ungeahnte Höhen katapultierte. 2011 erreichte die Goldpreisentwicklung ihr Rekordhoch von 1896,50 USD pro Unze!

Doch der Absturz folgte schon in den kommenden zwei Jahren. Obwohl die Nachfrage nach Gold aufgrund der unsicheren Zeiten stetig bei 30:1 blieb, rauschte der Preis für die Unzen auf Tiefstwerte um 1.188,10 USD ab. Ein Verlust von über 35 Prozent für die Anleger, der stärkste Einbruch seit mehr als 30 Jahren für Gold.

Grund für die kuriose Goldpreisentwicklung waren vor allem Marktmanipulationen durch die Zentralbanken. Die Panik vor der (Verkaufs-) Panik und einer noch größeren Bankpleite, zwang sie, die neue Angstwährung“ abzubremsen.

Auch Goldman Sachs trug indirekt seinen Teil zum Preissturz bei, indem er weitere Verluste im Goldpreis voraussagte.

Aber nicht nur Spitzenfinanciere können den Goldpreis „vorhersehen“. Wer die wichtigsten Marktmechanismen der Goldpreisentwicklung zu lesen verstanden hat, kann sich selbst wieder einen sicheren Hafen erschließen. Gerade jetzt, da Gold gerade wieder im Kommen ist.

Goldpreisentwicklung pro Feinunze von 1965 bis 2014 – © Realterm / Wikipedia

Entwicklung des Goldpreises pro Feinunze von 1965 bis 2014 – © Realterm / Wikipedia

 

DREI MARKTMECHANISMEN AUSNUTZEN

 

Neben Angebot- und Nachfrageelastizität korrelieren die unterschiedlichsten Faktoren mit der Goldpreisentwicklung. Da der Goldpreis sehr volatil ist, lohnt es sich, die einzelnen Komponenten für seine Anlage im Auge zu behalten.

 

1. Gold ist eine bewährte Krisenwährung

 

Besonders zu Kriegs- und Inflationszeiten erleben die Preise pro Feinunze Gold Spitzenwerte. Grund ist das sinkende Angebot bzw. die stark ansteigende Nachfrage nach einer langfristigen Wertanlage wie Gold in Unzen und Wertpapieren.

Beispielhaft zeigt das die Goldpreisentwicklung auf dem deutschen Markt: der historische Anstieg im Goldpreis pro Feinunze um 10 Milliarden Prozent (innerhalb des Jahres 1923, während der Hyperinflation).

Eindrucksvoll ist auch die Chartentwicklung des Goldpreises fünf Jahre nach dem Börsencrash 1929 in New York. Um den Weltwirtschaftszusammenbruch aufzufangen, legte der damalige Präsident Roosevelt einen neuen Goldpreis fest. Eine Feinunze kostete statt 20 nun 35 Dollar. Eine Steigerung der Goldpreisentwicklung von 175 Prozent!

Doch wie alle krisenbedingten Preisexplosionen fielen die Charts nach nicht einmal einem Jahrzehnt auf ihr ursprüngliches Niveau zurück. Daher lohnte es sich, die Goldpreisentwicklung früh auszunutzen und seine Anlagen bereits zu Beginn zu veräußern.

Entwicklung des Goldpreises in Papiermark pro Feinunze – © Jashuah / Wikipedia

Entwicklung des Goldpreises in Papiermark pro Feinunze – © Jashuah / Wikipedia

 

2. Gold ist Spekulationsobjekt

Wie kein anderer Chart ist gerade die Goldpreisentwicklung an der Börse abhängig von den Emotionen der Aktionäre. Drohende Katastrophen, wie die wieder aufflammende Irankrise oder der asiatische Future-Markt Hang Seng, der aktuell Gold als Finanzierungsvehikel nutzt, lösen bei Börsianern ein regelrechtes Goldfieber“ aus und steigern den Goldwert – und damit den Preis pro Unze.

Auch der jüngste Manipulationsskandal trägt maßgeblich zum Hoch im Goldpreis seit Jahresbeginn bei. Dazu gehören auch Aussagen, wie von Goldman Sachs. Wenn der „Wolf of Wallstreet“ einen Verlust prognostiziert, rennen die Anleger zum Verkauf (Einer seiner indirekten Methoden, mit denen er den Markt zu beherrschen gelernt hat).

Jedoch haben Industriebedarf, Zentralbanken und Panikreaktionen nur temporären Einfluss auf den Goldpreis. Um sich nicht zu verrennen, sollte neben Aktienhypes am Börsenmarkt bei der Goldpreisentwicklung immer gleichzeitig auf folgende Faktoren geachtete werden:

  • Aktueller Realzins: Hohe Realzinsen drücken den Goldpreis, niedrige begünstigen das Tauschmittel!
  • Kritisches Hinterfragen konkreter Prognosen (gerade im Goldgeschäft sind bankengesteuerte Manipulationen nicht selten)
  • Orientieren Sie sich an den US-Zentralbanken. Da diese im Gegensatz zu europäischen Banken weniger Privatbesitz an Gold haben, wird im Verdacht einer Inflation vermehrt Unzen eingekauft.

Ein beeindruckendes Beispiel, bei dem beide Faktoren eine maßgebliche Rolle spielten, war das Rekordhoch von 1980. Sowohl der wohl bekannteste Rohstoffmarkt London Bullion Market, als auch der amerikanische Goldpreis verzeichneten glänzende Zahlen.

Hier verdankt der Kurs seinen kuriosen Aufstieg, auf inflationsbereinigt, 2.498,45 bis 2.566,06 US-Dollar der Irankrise und dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan, sowie dem Ende des Bretton-Woods-Systems.

 

Goldpreisentwicklung über mehrere Jahrzehnte

Kaufkraftentwicklung des Golde

Kaufkraftentwicklung des Goldes – Zur Verteidigung von Gold... und "Gold Bugs"

 

3. US-Dollar vs Goldpreis – oder die magische fünf Prozent Marke

 

Der wohl wichtigste Faktor für die Goldpreisentwicklung ist der Wert der amerikanischen Papierwährung. Als Weltleitwährung ist der Dollar der ausschlaggebende Indikator, wenn es um die Verlustwerte in der Goldpreisentwicklung geht.

Ist der Dollar gegenüber dem Euro stark, fällt der Goldpreis ab. Kurz: Der Goldpreis verhält sich umgekehrt proportional zum Dollar. Ein exzellentes Beispiel für die Dollar-Gold-Abhängigkeit ist auch der schnelle Piek nach unten, kurz nach der Megarally von 1980. Die amerikanische Wirtschaft erholte sich unter der Regentschaft von Bill Clinton – und die Goldpreisentwicklung nahm ihren Lauf.

Im Jahr 2011 war vor allem auffällig, dass sich der Goldpreis, sobald der Dow Jones Dollar Index um fünf Prozent im Plus stand, schlagartig verringerte (Quelle). Diese Auswirkungen lassen sich aber nicht täglich oder wöchentlich im Chart verfolgen, sondern über das Jahr hinweg.

Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt mehr auf der Seite, dass ein schwacher Dollar eine steigende Goldpreisentwicklung zur Folge hat. Ein hoher Goldpreis dagegen, muss nicht unbedingt einen schwächelnden Dollar im Hintergrund verbergen.

 

Sollten Sie Gold zukünftig in ihr Portfolio beimischen?

 

Prognosen sind trotzdem wie bei allen anderen an der Börse gehandelten Tauschmittel, Spekulationen. Allgemein wird an der Börse physisches Gold und Wertpapiere gehandelt. Der Direktkauf ist am sichersten bei Banken. Gekauft werden können Feinunzen und Barren.

Zu den besten Anlageformen gehören Krügerrand aus Südafrika, die australische Nugget, Wiener Philharmoniker, Maple Leaf aus Kanada oder China Panda. Sie lassen sich besser wieder verkaufen als Sammlermünzen und sind frei von der Mehrwertsteuer, da sie nie Zahlungsmittel waren.

Eine Feinunze wiegt 31,1 Gramm. Der Preis wird täglich an den aktuellen Börsenkurs angeglichen. (Heutiger Goldpreis am fix: 1323,75 US Dollar/oz bzw. 971,71 Euro). Good-Delivery-Barren haben bei Gold ein Standardgewicht von 400 Feinunzen, also 12,44 Kilogramm. Bei einem Kauf kämen sie heute auf einen stattlichen Goldpreis von über einer halben Millionen Dollar oder rund 388.685 Euro.

Gehandeltes Gold muss ein Reinheitsgehalt von 995 Tausendstel aufweisen und amtlich geprägt sein. Dafür kann das Feingewicht zwischen 350 bis 430 Unzen variieren. Banken haben meistens mehrere Gewichts- und Preiskategorien von Goldmünzen und -barren im Angebot.

Generell gilt aber, dass auf den Kauf von Gold etwa sieben Prozent Aufschlag, für Provision und Verwahrungsgebühren, berechnet wird. Je kleiner der Kauf und je geringer der Feingoldwert, desto höher die Zusatzkosten.

Zudem bringt Gold keine Zinsen und Dividenden, dafür ist es von der Einkommensteuer befreit und es werden keine Werbungskosten fällig. Beim Verkauf gelten die übliche Steuerfreigrenze von 600 Euro und die einjährige Spekulationsfrist.

Wenn Sie auf laufende Erträge nicht verzichten möchten, können Sie auf Wertpapiere (ETFs und ETCs) und Zertifikate zurückgreifen. Gold Exchange Trade Funds beziehen sich mittels eines Index auf Gold-Futurekontrakte. Sie gehören zu den Investmentfonds. Sie eignen sich besonders für Anleger, die sich mit Gold absichern wollen, aber keine eigene Anschaffung tätigen möchten.

Exchange Traded Commodities kommen als Unternehmensaktien aus der Goldbranche, haben aber im Gegensatz zu ETFs keine Laufzeitbegrenzung und werden an der Börse wie Aktien behandelt.

Physisches Gold wird meistens in Unzen veräußert. Der größte Absatzmarkt ist Indien, mit 1059 Tonnen Gold pro Jahr. (Deutschland liegt im Vergleich dazu mit 154 Tonnen weit dahinter).

Der Goldpreis wird zweimal am Tag festgesetzt, vormittags um 10:30 Uhr am fix und nachmittags um 15:00 pm fix. Verantwortlich für den Goldpreis ist der London Bullion Market.

Aktionäre gehen momentan von einer negativen Goldpreisentwicklung aus. Eine ausführliche Chartanalyse zur aktuellen Lage 2014 finden Sie hier (Quelle). Ansonsten gilt es, nach den obigen Kriterien vorzugehen und ein bisschen Mut zum Risiko.

Was die Goldvorräte der Welt angeht, haben die Amerikaner zwar wieder die Nase vorn, allerdings kann sich auch Deutschland im internationalen Vergleich behaupten:


Goldvorräte weltweit

 VermögenAnteil als Währungsreserve
#1: USA

8133,5 Tonnen Gold

78,3 %
#2: Deutschland3412,6 Tonnen Gold69,5 %
#3: Intl. Währungsfonds3217,2 Tonnen Goldn / a
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Kommentar von Bernhard Stöger

Ich bleibe bullisch für (physisches) Gold. Ihre Ausführungen mögen für einen Trader von Goldderivaten interessant sein, nicht für jemanden der Gold als letzte Absicherung begreift. Da gerade die Preise von Gold und Silber massiv manipuliert werden, können, sollten die Voraussetzungen dafür eines Tages fehlen, ausserdem innerhalb weniger Tage die Preise in Höhen getrieben werden, die weit weg sind von den jetztigen Niveaus.

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Kommentar von Ingrid norz

Sehr geehrte Goldpreisexperten! Jan./Febr. 2011 stand der Goldpreis durchschnittlich bei 1100 $ pro Feinunze und die Minenaktien ca. 40 - 50 % höher im Kurs. Heute ist der Goldpreis immer noch höher als 2011 im Jan. Wie erklären sich die so hoch gestiegenen Förderkosten innerhalb von 3 Jahren, oder haben die Minen schon 2011 fast nichts mehr verdient? Wie konnte diese Schere entstehen. Habe die Produzenten auf Grund des Goldpreisanstieges extrem schnell und zu hohen Kosten die Kapazitäten erhöht? Was ist da passiert? Jetzt sollen die meisten Minen ja fast ohne Gewinn dastehen, da Gold gefallen ist und die Förderkosten so hoch sind. kann mir das jemand erklären, bitte! Mit freundlichen Grüßen Ingrid Norz

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