Devisen

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Devisenhandel contra Aktienhandel
Devisenhandel contra Aktienhandel
Devisenhandel contra Aktienhandel
© Sonia Boukaia-Murari - Fotolia.com

Devisenhandel – die große Unbekannte. Während am Aktienmarkt das gehandelte Instrument – eine Aktie – vergleichsweise leicht verständlich und durch die öffentliche Aufmerksamkeit der vergangenen Jahre einem breiten Personenkreis bekannt ist, haben viele Einsteiger beim Devisenhandel eine Reihe von Verständnisproblemen. Was genau wird gehandelt? Was kaufe und verkaufe ich am Devisenmarkt?

Dies lässt sich gut mit einer Analogie zum Aktienmarkt erklären: Während man am Aktienmarkt sein Geld gegen eine Aktie tauscht, werden am Devisenmarkt zwei Währungen gegeneinander getauscht. Wenn Sie beispielsweise eine Telekom-Aktie an der Frankfurter Börse für 15 Euro kaufen, tauschen Sie Ihre 15 Euro gegen eine Telekom-Aktie ein. Die Gegenpartei der Transaktion macht genau das Gegenteil: Sie tauscht ihre Telekom-Aktie gegen 15 Euro ein. Sie besitzen in Ihrem Depot nun eine Telekom-Aktie, und Ihr Kontostand weist 15 Euro weniger auf.

 

Devisenhandel ist ein Tauschgeschäft zwischen zwei Währungen

Genauso verhält es sich am Devisenmarkt. Hier tauschen Sie eine Währung gegen eine andere ein, beispielsweise einen Euro gegen 1,20 USDollar. Ihr Euro-Kontostand wird um einen Euro reduziert, dafür werden Ihnen 1,20 US-Dollar auf Ihrem Konto gutgeschrieben. Hat Ihr Kontostand am Anfang beispielsweise 100 Euro betragen, besitzen Sie nun nur noch 99 Euro. Neben den 99 Euro besitzen Sie in Ihrem Konto nun aber auch 1,20 US-Dollar.

Das Tauschverhältnis zwischen zwei Währungen wird auch als Wechselkurs bezeichnet. Vereinfacht ausgedrückt ist der Handel mit Devisen somit nichts anderes als eine Tauschtransaktion zwischen zwei Währungen, eine Währung wird in eine andere Währung getauscht. Eine Devisentransaktion wird als Vereinbarung zwischen zwei Parteien definiert, einen bestimmten Betrag einer Währung gegen den bestimmten Betrag einer anderen Währung zu einem bestimmten Datum zu tauschen.

 

Devisenhandel als Spekulation auf Änderung des Wechselkurses

Meist ist der Grund einer Devisentransaktion allerdings nicht der tatsächliche Bedarf an der anderen Währung. Vielmehr ist es in der Regel eine Spekulation auf eine Veränderung des Austauschverhältnisses. Ändert sich der Wechselkurs in dem oben genannten Beispiel auf 1,10 US-Dollar, erhält man für jeden Euro nun nur noch 1,10 US-Dollar. Für das zuvor geschilderte Beispiel bedeutet dies, dass der Händler für seine 1,20 USDollar nun mehr als einen Euro bekommt. Der Wechselkurs hat sich somit zu seinen Gunsten entwickelt. Tauscht er seine 1,20 US-Dollar zurück in Euro, realisiert er einen Gewinn, und der Kontostand beträgt nun über 100 Euro.

Neben dieser einfachen Transaktion wird am Devisenmarkt eine Vielzahl von weiteren – in der Regel komplexeren – Transaktionen durchgeführt. Diese sind für den privaten Händler aber in der Regel nicht verfügbar. Dazu gehören vor allem Outright Forwards und Swaps, wobei es sich um Termingeschäfte mit Devisen handelt.

 

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