Aktienpusher: Fallen Sie nicht auf Aktienspam herein!
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Die Aktienpusher: Mit unseriösen Tricks zu Reichtum
Natürlich gibt es viele, die mit unseriösen Tricks an den Börsen auf einfache Art und Weise reich geworden sind (ohne auch nur die geringste Ahnung von der Geldanlage zu haben). Das übliche Frontrunning z.B.: Man kauft eine Aktie, möglichst einen kleinen völlig unbekannten und marktengen Wert, der in den letzten Monaten extrem wenig Umsatz hatte. Kurz danach empfiehlt man diesen Wert einer breiten Masse von Lesern. Es reichen wenige Käufe, um den Kurs dieser Aktie um 10 – 40 % hoch zu treiben. In die entstehenden Verkäufe werden die zuvor erworbenen Positionen mit Gewinn hineinverkauft.
Kurspusher im Verbund
Ganz Geschickte machen es im Verbund: Diese empfehlen nach vorheriger Absprache der Reihe nach in mehreren verschiedenen Börsenbriefen den gleichen Wert, immer zeitversetzt. Natürlich haben alle vorher gekauft, aber nicht nur das. Hier machen tatsächlich die Leser des ersten Börsenbriefes, welcher besagte Aktie empfiehlt, auch Gewinne. Zumindest die, die sehr schnell waren. Da jedoch immer reihum ein anderer der drei oder mehreren Börsenbriefe den Wert empfiehlt, gewinnt man einmal und verliert allerdings zweimal. Auch ein mieses Spiel für die Kunden.
Zum Glück gibt es nur relativ wenig schwarze Schafe…
Doch zum Glück, und das mögen Sie mir nun glauben oder nicht, gibt es im Börsenbrief-Metier nur wenige schwarze Schafe, die so handeln. Die meisten Analysten und Chefredakteure, die ich kennen gelernt habe, wollen nichts mit solchen Praktiken zu tun haben.
Und mittlerweile überwacht zum Glück die Bafin die Szene. Manche Börsenbriefredakteure würden sich ängstlich wundern, wie genau die Bescheid wissen und zum zweiten, wer will schon seinen „Namen“ in Verruf bringen.
…die aber trotzdem großen Schaden anrichten
Es ist aber leider nicht von der Hand zu weisen, dass es immer noch genügend Schreiberlinge gibt, die Aktien pushen wollen. Und es ist leider auch so, dass dies nicht nur durch Aktienspam (also unangeforderte E-Mails) geschieht, sondern tatsächlich auch sogar durch kostenpflichtige Börsendienste. Der Dumme ist am Ende meist der Leser, der seinem Geld hinterher sehen muss, der durch die Empfehlung nur an einem reicher geworden ist: An Erfahrung…
Betrügerisches Geld macht erst recht nicht glücklich
Grundsätzlich sind diese schwarzen Schafe aber keine Trader, sondern einfach nur Betrüger. Doch es geht hier nicht darum zu richten. Denn wer meint, mit Geld, dass er auf so betrügerische Art erschwindelt hat, glücklich zu werden, hat etwas ganz Entscheidendes über das Wesen der Finanzen noch nicht verstanden.
Geld wird nur dann zu Deinem Freund, wenn Du es freundlich behandelst und dazu gehört auch, es entsprechend „freundlich“ (und seriös) erworben zu haben. Den Rest der Menschen wird das Geld kaputt machen, und zwar auf eine höchst grausame und sehr schleichende Art und Weise. Es gibt mehr reiche Menschen mit unglaublichen Problemen, Angstzuständen und Depressionen, Menschen, die an ihrer inneren wohlhabenden Einsamkeit und der im Luxus ertrunkenen Sinnlosigkeit ihres Dasein elendiglich verdorren, als Sie sich wahrscheinlich vorstellen können. Wer meint, das sei nur Idealismus oder Phantasie, der solle sich einmal mit offenen Augen umsehen.
Bleiben Sie also äußerst kritisch, wenn Sie kostenlose Empfehlungen erhalten, die "gar nicht" schief gehen können. Seien Sie aber genauso kritisch, wenn Sie in kostenpflichtigen Diensten von Unternehmen lesen, die kurz vor der Explosion stehen oder sich wie „Raketen“ verhalten sollen...
Denn das, was sich nach der Explosion in Luft auslösen kann, ist Ihr Einsatz.
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