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Porsche Börsengang: Einsteigen oder Zuschauen?

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Schon am kommenden Donnerstag läuten die Glocken an der Frankfurter Börse. Dann wird endlich die Porsche-Aktie gehandelt – das wird voraussichtlich der größte Börsengang in Deutschland seit der Telekom. Aktuell läuft bis zum 28.09.2022 die Zeichnungsfrist. Es ist nicht davon auszugehen, dass viele Privatanleger in den Genuss einer Zuteilung kommen.

Die Preisspanne für den IPO liegt bei 76,50 bis 82,50 Euro. Damit läge die Porsche-Bewertung bei 70 bis 75 Milliarden Euro. Wenn Sie diesen Wert wiederum auf das KGV pro Aktie umrechnen, kommen Sie auf etwa 15. Das ist sportlich für einen Autobauer. Im Vergleich zu Mercedes oder BMW liegt damit die Bewertung bei etwa dem 2,5- bis 3-fachen.

Rentabilität: Porsche hängt die großen Hersteller locker ab

Aber Porsche spielt eben in einer anderen Liga. Porsche ist viel rentabler als die Volumenhersteller. Die Vorsteuermarge der Zuffenhausener liegt bei beeindruckenden 23% – davon können große Hersteller nur träumen. Es gibt nur zwei Autobauer, die ähnlich profitabel arbeiten: Tesla (ca. 25%) und Ferrari (über 30%).

Ferrari wird gerne als Vergleich für den Porsche-Börsengang herangezogen. Immerhin hat sich die Aktie der Nobelmarke seit Börsengang 2015 vervierfacht. Doch der Vergleich hinkt: Ferrari kommt auf 11.000 verkaufte Autos im Jahr – Porsche auf 300.000 Fahrzeuge.

Fazit: Abwarten kann nicht schaden

Bleibt die Frage, ob Sie bei diesem historischen Börsengang sofort dabei sein müssen. Für ein langfristiges Engagement spricht nicht nur die Profitabilität, sondern eben auch die stabile Eignerstruktur: Volkswagen, die Porsche Holding, der Norwegische Staatsfonds und auch Katar geben als Großaktionäre mit Sicherheit viel Stabilität.

Unmittelbar nach dem Börsengang ging auch Ferrari erst einmal um über 30% in die Knie.

Aber im Grunde genommen brauchen Sie sich nicht hetzen. Als Ferrari an die Börse ging, gab es zum Start erst einmal ein Abtauchen der Aktie. Und während die Rezessionssorgen in Europa zunehmen, drängt sich ein sofortiger Einstieg bei einem KGV von 15 nicht unbedingt auf.  

Fazit: Für geduldige Langfristinvestoren kann es sich lohnen, den Hype um den historischen Börsengang von Porsche erst einmal von der Seitenlinie abzuwarten. Ungeduldige Anleger kaufen am ersten Tag eine halbe Tranche, die zweite Tranche können Sie nachlegen, wenn der Kurs einmal korrigiert.