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Xylem-Aktie: Mega-Potenzial – so will die Firma das Wasserproblem lösen!

Energierohstoffe sind derzeit in aller Munde – kein Wunder, hat der Ukraine-Krieg doch unsere Abhängigkeit von diesen Ressourcen schonungslos offengelegt.

Doch es gibt einen Rohstoff, der weitaus wichtiger ist als Gas, Öl, Kohle, Atomkraft und bald auch die erneuerbaren Energien. Dieser Rohstoff ist nämlich nichts Geringeres als die Grundlage des Lebens selbst.

Wasserversorgung kritisch

Sie werden es schon ahnen: Es geht um das Wasser – den wichtigsten Rohstoff der Welt. Die Sicherstellung der Wasserversorgung ist die wohl größte Menschheitsherausforderung des 21. Jahrhunderts. Schauen Sie: Nach Daten der UN-Organisation UNICEF haben rund um den Globus 2,2 Milliarden Menschen keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. Das entspricht etwa einem Viertel der Weltbevölkerung.

Doch nicht nur das: Experten vermuten, dass die Versorgungslage bei Wasser in den nächsten Jahren noch dramatischer wird. Das hat vor allem mit zwei Entwicklungen zu tun. So sorgt zum einen der Klimawandel immer häufiger für Trockenperioden. Und zum anderen erhöht die stetig steigende Weltbevölkerung den Wasserbedarf immens.

Wasser ist überall drin

Dabei ist Wasser nicht nur zum Durstlöschen wichtig. Der Rohstoff ist für eine funktionierende Wirtschaft ausschlaggebend. So kommt Wasser beispielsweise in der Industrie als Kühl-, Lösungs- oder Reinigungsmittel zum Einsatz. Und in der Landwirtschaft geht ohne Bewässerung naturgemäß gar nichts. Zur Herstellung von so ziemlich jedem Produkt – sei es künstlich oder natürlich – braucht es also Wasser.

Aber warum erzähle ich Ihnen das heute? Ganz einfach: Mit Blick auf den Klimawandel und die steigende Weltbevölkerung muss die Menschheit ihren Wasserverbrauch optimieren. Als Anleger können Sie in diesen essenziellen Wachstumsmarkt investieren und damit einen Beitrag zur Zukunft leisten.

Xylem: US-Firma will Wasserproblem lösen

Beispiel: die Aktie Xylem. Das US-Unternehmen entwickelt innovative Technologien, um den weltweiten Wassermangel zu lösen. Xylem stellt unter anderem Produkte zum Wasser- und Abwassertransport, zur Aufbereitung von Wasser- und Abwasser, zur Analyse der Wasserqualität und zur Prozessoptimierung her.

In Kalifornien etwa unterstützt Xylem Kläranlagen bei der Wiederverwertung von Trinkwasser. In Indien installiert die Firm Hydraulikpumpen und stellt so die Wasserversorgung von mehr als 3.000 Dörfern sicher. Zum Produktportfolio des Konzerns zählen: Pumpen, Filter, Ventile, Wärmetauscher, Turbinen, Messgeräte und nicht zuletzt Analyse-Software.

Langfristige Wachstumsstory

Gerade Letztere kann deutliches Potenzial entfalten. So bietet Xylem zum Beispiel Landwirten digitale Lösungen, um deren Wasserverbrauch haargenau zu messen und effizienter zu machen.

Aber auch im Gebäudebau spielt die Wasseranalyse eine immer größere Rolle. Kommunen und Privatkunden nutzen die Xylem-Software inzwischen, um beim Bau von Schulen, Krankenhäusern, Büros und Einkaufszentren den Wasserverbrauch so niedrig wie möglich zu halten.

Für den Xylem-Konzern, der mit seinen 14 Marken in mehr als 150 Ländern aktiv ist, ist das Ganze natürlich eine Goldgrube. In den nächsten Jahren dürfte die Wassereffizienz immer wichtiger werden und die Nachfrage nach den Xylem-Lösungen befeuern. Die langfristige Wachstumsstory der Aktie ist also durchaus intakt.

Xylem im Krisenmodus

Doch natürlich ist auch bei Xylem nicht alles eitel Sonnenschein. Der US-Maschinenbauer leidet unter hohen Rohstoff- und Energiepreisen, die die Gewinnmarge drücken. Im letzten Jahr krachte deshalb das Ergebnis je Aktie um 22 Prozent auf 0,63 Dollar ein – der Konzernumsatz gab um 3 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar nach.

Angesichts der weiteren Verwerfungen auf dem Rohstoff- und Energiemarkt durch den Ukraine-Krieg dürfte es für Xylem auch im laufenden Jahr alles andere als einfach werden. Zwar hatte das Unternehmen seinen Anlegern Anfang Februar die Rückkehr zum Wachstum in Aussicht gestellt. Damals aber hatte man den Ukraine-Krieg und dessen Folgen noch nicht auf dem Schirm.

Xylem liefert beispielsweise an russische Krankenhäuser Technologien zur Abwasseraufbereitung. In der Ukraine ist man unter anderem mit Pumpsystemen zugegen. Welche Auswirkungen Putins Invasion auf das Geschäft von Xylem hat bzw. haben wird, ist bis dato kaum abzusehen.

Achten Sie auf den 4. Mai

Am 4. Mai will die US-Firma ihre neuen Zahlen zum ersten Quartal 2022 präsentieren. Dann dürfte Xylem weitere Anmerkungen zum Ukraine-Krieg veröffentlichen. Achten Sie also unbedingt auf dieses Datum. Jener Tag wird wohl ausschlaggebend für die darauffolgende Entwicklung der Xylem-Aktie sein.

Mein Fazit für Sie

Auf langfristige Sicht bietet die Xylem-Aktie eine glorreiche Wachstumsfantasie. Das Unternehmen hilft schließlich bei der Bewältigung der globalen Wasserverknappung und ist damit ein Wegbereiter der Zukunft.

Auf der anderen Seite gerät die Firma wegen der hohen Energie- sowie Rohstoffpreise und nicht zuletzt wegen des Ukraine-Kriegs in die Bredouille. Hier ergeben sich kurz- bis mittelfristige Risikofaktoren, die den Aktienkurs bis auf Weiteres bestimmen dürften.

Die Xylem-Aktie jedenfalls hat seit Februar deutlich an Wert verloren. Das schafft freilich interessante Einstiegschancen für Sie. Laut Marketscreener liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten mehr als 10 Prozent über dem Niveau von Dienstag (Stand: 19.04.2022, 16:00 Uhr).

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Über den Autor
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Marco Schnepf

Börse aus Leidenschaft: Marco Schnepf analysiert seit Jahren das tägliche Geschehen an den Kapitalmärkten.

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