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Vale-Aktie im Nickel-Rausch: Was Sie jetzt wissen müssen!

Inhaltsverzeichnis

Es war ein noch nie dagewesener Preisanstieg: Innerhalb weniger Tage ist der Nickelpreis an der Londoner Metallbörse LME kürzlich um satte 400 Prozent auf 100.000 Dollar pro Tonne angestiegen. Für die LME war die Kursexplosion Grund genug, den Handel mit dem Rohstoff vorübergehend auszusetzen.

Doch trotzdem: Nickel ist aktuell so teuer wie noch nie. Als Anleger können Sie von diesem exorbitanten Preisanstieg profitieren – dank des brasilianischen Traditionskonzerns Vale. Doch bevor wir uns den Minen-Giganten etwas näher anschauen, zunächst ein paar Fakten zum Nickelpreis und dem Rohstoff selbst.

Ukraine-Krieg treibt Nickelpreis an

Experten führen die Rallye bei Nickel auf zwei Faktoren zurück: zum einen Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dieser geht mit empfindlichen Sanktionen gegen Russland einher. Das sorgt an den Märkten für Panik, schließlich ist Russland ein wichtiger Rohstofflieferant – auch in Sachen Nickel.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist das Land nach Indonesien und den Philippinnen der drittgrößte Nickelexporteur der Welt. Der bekannteste russische Konzern in diesem Segment ist Nornickel, einer der größten Nickelförderer des Planeten.

Würden Russland bzw. Nornickel ihre Exporte wegen des Krieges und der Sanktionen drosseln oder komplett einstampfen müssen, wären die Konsequenzen für die weltweite Versorgungslage verheerend.

„Short Squeeze“ intensiviert das Ganze

Zum anderen wurde die jüngste Preishausse von Spekulanten angeheizt. Diese hatten zuvor auf fallende Nickelpreise gesetzt und gerieten nach Kriegsbeginn unter Druck. Wegen des steigenden Preises mussten jene „Short-Seller“ zur Verlustbegrenzung Nickel überhastet nachkaufen, um ihre Positionen auszugleichen. Das wiederum verschärfte die Angebotsknappheit und heizte den Preis massiv an – es kam zu einem sogenannten „Short Squeeze“.

Wichtig für Sie als Anleger: In der Regel sind solche von Spekulanten verursachten Engpässe nicht von Dauer. Entsprechend dürfte der Preisanstieg bei Nickel in dieser Höhe nur vorübergehend sein. Das heißt: Der Nickelpreis dürfte sich mittelfristig wieder beruhigen und dann auch wieder nach unten tendieren. Dass der Preis aber unter das Vorkriegsniveau sinken wird, ist durchaus unwahrscheinlich.

Nickel – ein Zukunftsmetall

Das hat auch mit Nickel selbst zu tun. Der Rohstoff ist traditionell für die Stahlherstellung wichtig. Dort sorgen Nickellegierungen dafür, dass der wichtige Bauwerkstoff korrosionsbeständig wird – also rostfrei. Der größte Teil des weltweit verfügbaren Nickels wird zu diesem Zwecke genutzt.

Doch Nickel ist auch ein Zukunftsmetall. Der Rohstoff wird nämlich auch in Batterien für Elektroautos gebraucht. Elon Musk, Chef des kalifornischen E-Auto-Pioniers Tesla, hatte die Minenkonzerne unlängst dazu aufgefordert, mehr Nickel abzubauen. Tatsächlich wollen viele Autobauer den Nickelanteil in den Akkus erhöhen, um weniger von dem umstrittenen Rohstoff Kobalt abhängig zu sein.

Die Elektromobilität ist für Nickel jedenfalls eine Wachstumsstory. Nach einer Schätzung des Bundeswirtschaftministeriums wird die Nachfrage nach Nickel wegen der Elektroautos bis 2035 um mehr als 450 Prozent nach oben schießen. Das spricht für langfristig hohe Nickelpreise.

Geldregen für Vale

Ein Szenario, von dem der brasilianische Konzern Vale profitieren dürfte. Das Unternehmen ist einer der weltweit größten gewerblichen Nickelförderer. Allein im vierten Quartal 2021 hatte Vale 48.000 Tonnen des Metalls gefördert (+59 % ggü. Vorquartal) und damit kräftig verdient. In Q4 2021 konnte man die realisierten Preise für Nickel im Vergleich zu Q4 2020 um 25 Prozent steigern.

Durch den Ukraine-Krieg dürfte sich der Geldregen nun noch einmal intensivieren. Hinzu kommt, dass Vale seine Nickelproduktion in 2022 deutlich steigern will. Das dürfte dem Konzern gerade mit Blick auf die umstrittene russische Konkurrenz neue Marktanteile sichern.

Doch das ist längst nicht alles. Vale ist auch  bei anderen essenziellen Rohstoffen ein unverzichtbarer Player. Der Konzern ist der größte Eisenerzproduzent der Welt – ein Rohstoff, der für die Stahlherstellung ausschlaggebend ist. Hinzu kommen zukunftsfähige Metalle wie Kupfer und Silber, die für den Bau von Windrädern, Solaranlagen und Elektroautos wichtig sind.

Mein Fazit für Sie

Vale ist also unterm Strich ein Profiteur des Ukraine-Kriegs und hervorragend für die Zukunft aufgestellt. Dass der Konzern ein zuverlässiger Dividendenzahler ist, rundet das Ganze zusätzlich ab. Natürlich hat die Vale-Aktie in den letzten Wochen schon ordentlich zugelegt. Dennoch sehen viele Analysten nach wie vor Kurspotenzial – vor allem für Anleger mit einem längerfristigen Horizont.