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Ukraine-Krieg: Energieabhängigkeit, Energie-Aktien, Versorgersicherheit

Bei Betrachtung des Ukraine-Krieges fällt vor allen Dingen immer mehr auf, wie sehr Deutschland und Europa, besonders wenn es um Energielieferungen geht wie Öl und Gas, sich besonders in Abhängigkeit von Russland befindet.

Das Wort „Energiesicherheit“ macht immer mehr die Runde und scheint mittlerweile auch im Deutschen Bundestag angekommen zu sein.

Der durch Russland ausgehende Angriffskrieg auf ukrainischem Boden bringt auf einen Schlag eine schon längst bekannte Wahrheit an den Tag, was die geopolitischen und ökonomischen Energierahmenbedingungen für Deutschland und Europa jetzt blitzartig verändern könnte.

Deutschland ist zu abhängig

Deutschland hat sich zu stark abhängig gemacht vom russischen Gas und muss jetzt dringend nach Alternativen suchen, um aus diesem Dilemma wieder herauszukommen.

Denn die bereits vor Kriegsausbruch gestiegenen Strom- und Gaspreise, die nicht nur die Bürgerschaft betreffen, werden auch in der Wirtschaft ihre Spuren hinterlassen.

Ganz zu schweigen davon was passiert, wenn Putin den Gas- und Ölhahn ganz abdreht und wir dann relativ schnell „nackt“ dastehen, denn auch das uns angebotene LNG- Erdgas aus Fracking- Quellen der USA dürfte so schnell keine Abhilfe bringen.

Werfen wir einen Blick auf Energieversorger-Aktien

Aus Börsensicht somit verständlich, dass vor allem am vergangenen Freitag, wo die Kurse allesamt drehten und wieder Hoffnung auf diplomatische Gespräche aufflammte, die Energieversorger wie

  • ON (Aktie: 11,88 Euro plus 2,6%) und
  • RWE (Aktie: 40,30 Euro plus 5,47%)

die absoluten Spitzenreiter unter den DAX-Gewinnern waren.

Besonders die Spekulationen über eine Laufzeitverlängerung von Kohlekraftwerken, um die aktuelle Deckung von Defiziten auszugleichen, wurde dabei genauso ins Kalkül gezogen, wie auch der Ausstieg aus der Atomkraftenergie einem Stopp zu unterziehen, war am Wochenende aus so mancher Partei zu hören.

Die Energiewelt verändert sich

Denn allen Beteiligten dürfte mittlerweile klar geworden sein, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien zwar weiterhin forciert werden muss, aber Deutschland im Gegensatz zu vielen seinen Nachbarländern, die nicht nur Atomstrom bevorzugen, sondern ihn noch weiter ausbauen werden, mit seiner aktuellen Energiepolitik und der Abhängigkeit von russischem Gas, es sich eigentlich nicht leisten kann auf Kohle und Atomstrom, zu verzichten. Oder aber absolut abhängig vom „goodwill“ anderer Staaten zu sein.

Die Energiewelt hat sich durch die rigide Politik Russlands verändert, aber unsere großen Energielieferanten und hier ist besonders RWE zu nennen, scheinen vor allem bei den grünen Technologien gut gewappnet zu sein, hat hier ein starkes Engagement und ein solides Portfolio aufgebaut.

Das Zukunftsziel lautet Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit im Energiebereich wird das unbestrittene Ziel für die Zukunft sein.

Bleibt zu hoffen, dass die Politiker im Deutschen Bundestag dies erkennen und auch zu unser aller Besten umsetzen werden.

Denn auf Dauer ist die exorbitante Steigerung im Preisgefüge für Energie den Bürgern wie auch der Wirtschaft nicht mehr zuzumuten. Gewinner sind auf jeden Fall Unternehmen wie RWE. Denn ohne bezahlbare Energie ist weder ein vernünftiges Leben möglich, noch ein Wachstum für Konjunktur und Wirtschaft.

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Über den Autor
170407 Invest Mick Knauff 72 04
Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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