Rohstoffe 2024: So können Sie sich starke Renditen sichern

In Kooperation mit

Kupfer
©photocrew - stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Die mächtige US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Marktprognosen für das kommende Jahr veröffentlicht. Demnach winken Ihnen als Anleger satte Renditen, insofern Sie in Rohstoffe investieren wollen.

Aber der Reihe nach: Goldman publiziert jeden Herbst seinen Global Markets Outlook, der sich auf das jeweils kommende Jahr bezieht. In der Studie geben die Analysten der Investmentbank einen Überblick unter anderem zur erwarteten konjunkturellen Entwicklung, Arbeitslosigkeit und den Zinsveränderungen.

Diese Prognosen dienen schließlich dazu, Renditechancen für ganz bestimmte Märkte zu identifizieren. Der alljährliche Global Markets Outlook von Goldman Sachs gilt als eine der renommiertesten Investmentstudien der Welt und hat enormen Einfluss auf die Strategie vieler (privater und institutioneller) Anleger.

Goldman Sachs empfiehlt Rohstoff-Investments

Kurzum: In der neusten Studie empfiehlt Goldman Sachs den Anlegern, ihre Rohstoffengagements für das kommende Jahr deutlich zu erhöhen – also „long“ zu gehen. Die Analysten erwarten demnach ein Ende der geldpolitischen Straffung. Heißt: Geht es nach Goldman Sachs, werden die Notenbanken im kommenden Jahr die Leitzinsen nicht weiter erhöhen, sondern eher wieder absenken. Das würde das Investitionsumfeld in der Wirtschaft verbessern, was auch der Nachfrage nach Rohstoffen zugutekommen würde.

Viele Hersteller haben über weite Teile des laufenden Jahres wegen der höheren Zinsen, aber auch wegen der enorm gestiegenen Inflation ihre Rohstofflagerbestände abgearbeitet, anstatt neue Grundstoffe einzukaufen. Das hielt die Nachfrage auf dem Rohstoffmarkt in Schach. Goldman Sachs erwartet nun, dass diese Phase bereits Anfang 2024 enden wird.

Ölpreis 2024: Das sagen die Analysten

Beim Brent-Rohöl prognostizieren die Goldmänner einen durchschnittlichen Preis von 92 US-Dollar. Zum Vergleich: Am Dienstagvormittag notierte der fossile Brennstoff pro Barrel Brent bei 82,69 Dollar (Stand: 14.11.2023, 9:00 Uhr). Goldman Sachs rechnet also mit einer mittleren Preissteigerung von immerhin 11,25 Prozent.

Auf der einen Seite erwarten die Experten, dass die Länder der OPEC+ ihre Produktionskürzungen beibehalten werden. Gleichzeitig dürften andere Produzenten ihren Output erhöhen, was dazu führen werde, dass der Ölpreis 2024 nicht noch stärker ansteige. Für die Nachfrage nach Rohöl jedenfalls sieht Goldman angesichts der erwarteten wirtschaftlichen Erholung positive Impulse. Besonderes Renditepotenzial konstatieren die Experten indes im Raffinerie-Geschäft. Hier gebe es im Vergleich zur Nachfrage weiterhin ein niedriges Angebot. Das würde Unternehmen wie Shell oder Exxon Mobil zusätzlich zugutekommen.

Industriemetalle 2024: Starke Chancen für Kupfer und Aluminium

Bullish zeigen sich die Goldman-Analysten übrigens auch bei den Industriemetallen. Im Folgenden sehen Sie die 2023er-Entwicklung des Kupferpreises anhand eines ETC:

Quelle: www.aktienscreener.com

Deutlich zu sehen ist, dass der Marktpreis Anfang des Jahres nach oben schnellte, im Anschluss aber wieder deutlich nachgab. Als Industriemetall ist Kupfer massiv abhängig von der globalen Konjunkturentwicklung. Das setzte die Preisentwicklung 2023 unter Druck.

Goldman Sachs sieht nun für 2024 einen deutliche Turnaround. Beim Kupfer soll der Marktpreis demnach um durchschnittlich 25 Prozent aufwärtsgehen. Hierfür gibt es laut den Experten zwei wichtige Gründe.

Erstens: Die konjunkturelle Erholung in großen Volkswirtschaften wird laut Goldman Sachs die Nachfrage nach Kupfer antreiben, während das Angebot begrenzt bleibe.

Zweitens: Kupfer ist ein wichtiger Grundstoff der Energiewende – etwa für Elektroautos, Windparks und Solaranlagen. Die Experten erwarten für 2024, aber auch für die Folgejahre eine Zunahme des globalen Dekarbonisierungstrends, was Kupfer nachhaltig wertvoller machen dürfte.

Beachtliche Preisimpulse prognostizieren die Goldmänner indes auch für Aluminium. Der Werkstoff ist wichtig, um beispielsweise Elektroautos leichter zu machen, was deren Energieverbrauch drosselt und somit die Reichweite erhöht. Hier erwartet Goldman für 2024 einen Preisanstieg von durchschnittlich 12 Prozent.

Wollen Sie als Anleger auf Kupfer und Aluminium setzen, können Sie unter anderem auf die Aktien Rio Tinto, BHP und Glencore setzen.

Geopolitische Konflikte: Rohstoffe als Absicherung

Interessant: Goldman Sachs wies in der neuen Studie auch auf das grundlegende Potenzial der Rohstoffe als Absicherungsinstrument hin. Die Experten beziehen sich damit vor allem auf die Spannungen in Osteuropa, im Nahen Osten und in Fernost.

Zwar erwarten die Analysten zunächst keine große Eskalation, wie etwa eine Sperrung der Straße von Hormus. Dabei handelt es sich um eine für den Welthandel enorm wichtige Meerenge zwischen dem Persischem Golf und dem Indischen Ozean. Trotzdem bestehe das Risiko von Unterbrechungen der Rohstoffversorgung, so Goldman. Das allein unterstütze die Rohstoffpreise.

Mein Fazit für Sie

2024 könnte für Sie als Rohstoff-Anleger zu einem renditeträchtigen Jahr werden. Die neuen Prognosen von Goldman Sachs jedenfalls untermauern diese Fantasie.

Berücksichtigen Sie jedoch, dass der Rohstoffsektor enorm vom makroökonomischen Umfeld abhängig ist und bleibt. Achten Sie also weiterhin haargenau auf die globale Wirtschaftsentwicklung und die Aktionen der Notenbanken.