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Opec+ beschließt weitere Förderkürzungen

Opec+ beschließt weitere Förderkürzungen
Dario / stock.adobe.com
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Die Opec+ setzen ihren Kurs fort: Nach zähen Verhandlungen am Wochenende in Wien hat sich das Kartell der Öl exportierenden Länder mit seinen Verbündeten – gemeinsam laufen sie seit einigen Jahre unter dem Schlagwort Opec+ – darauf verständigt, weitere Förderkürzungen vorzunehmen.

Opec+-Verhandlungen in Wien: Weitere Förderkürzungen im kommenden Jahr beschlossen

Es sind langfristige Planungen, die in erster Linie das kommende Jahr betreffen: Dann sollen nach Angaben des Kartells nur noch rund 40 Millionen Barrel pro Tag gefördert werden. Das entspräche einer Reduzierung um weitere 1,39 Millionen Barrel täglich, nachdem zuletzt bereits mehrmals Förderkürzungen beschlossen und umgesetzt wurden.

Im vergangenen Herbst war die Opec damit noch auf heftige Reaktionen des Westens gestoßen. Unter anderem die US-Regierung von Joe Biden befürchtete einen Anstieg des Ölpreises ausgelöst durch die Verknappung des Angebots und dadurch ein weiteres Anheizen der Inflationsdynamik.

Ölpreis legt am Montag zu – langfristiger Abwärtstrend ungebrochen

Tatsächlich geschah aber nichts dergleichen. Ähnlich wie im April, als die Opec+ eine weitere Kürzungsrunde ankündigten, legte der Ölpreis nur kurzzeitig zu, setzt aber insgesamt seinen Sinkflug weiter fort, der vor rund einem Jahr begonnen hat.

Kostete das 159-Liter-Fass vor einem Jahr noch mehr als 120 Dollar, liegt der Preis je Barrel inzwischen bei nur noch rund 75 Dollar. Zwar legte der Ölpreis am Montag – nach den Ankündigungen weiterer Kürzungen vom Wochenende – wieder zu: Am frühen Nachmittag lag der Preis für die US-Sorte WTI 2,2 Prozent höher, während sich die Nordseesorte Brent um 1,8 Prozent verteuerte. Auf Jahressicht hat sich WTI aber noch immer um knapp 40 Prozent verbilligt, das Fass der Sorte Brent kostet gut 36 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Konjunkturabkühlung: Dreistellige Ölpreise vorerst unwahrscheinlich

Auf lange Sicht aber rechnen Beobachter kaum mit einer Rückkehr in dreistellige Sphären. Barrelpreise von mehr als 100 Dollar waren im vergangenen Jahr insbesondere durch den Angriff Russlands auf die Ukraine und die darauffolgenden westlichen Wirtschaftssanktionen gegen Moskau ausgelöst worden. Der Krieg tobt zwar noch immer, die Lage am Ölmarkt hat sich aber seither etwas entspannt – wohl auch, weil die Konjunktur merklich abgekühlt ist und damit die Nachfrage zurückgeht.

Wie das Statistische Bundesamt vor kurzem mitteilte, ist beispielsweise Deutschland um den Jahreswechsel doch in eine technische Rezession abgerutscht. Entgegen erster Berechnungen stagnierte die Wirtschaftsleistung im Auftaktquartal nicht, sondern ging leicht zurück, sodass das Bruttoinlandsprodukt in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen schrumpfte.

Mit einer nachhaltigen Erholung ist – zumindest in diesem Jahr – eher nicht zu rechnen. Die Konjunkturdaten fielen in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder durchwachsen aus. Frische Impulse könnten neue Daten zur Auftrags- und Produktionsentwicklung der hiesigen Industrie liefern, die im Laufe der Woche erwartet werden.