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Ölpreis: Zahlreiche Bankanalysten sehen bereits 100 US$ in diesem Jahr

Inhaltsverzeichnis

Was für Autofahrer an der Zapfsäule zunehmend belastet, löst bei Anlegern Freude aus – vorausgesetzt, Sie haben in Energie-Aktien investiert. Denn zu Wochenbeginn ist der Ölpreis bereits kurz auf 94 US$ gesprungen. Jetzt gönnt er sich eine längst überfällige Verschnaufpause.

USA melden Rückgang der Rohölbestände

Eine Korrektur bzw. sogar ein etwas stärke Konsolidierung ist nach sieben Wochen ununterbrochener Kursanstiege längst überfällig. Kurzfristige Ölpreistreiber gibt es derzeit genug. So gab es letzte Woche einen heftigen Kälteeinbruch in Texas und das schürt Sorgen vor Produktionsausfällen. Schon vor einem Jahr wurde die Ölproduktion in Texas durch eine Kältewelle massiv beeinträchtigt. Die USA haben bereits einen überraschend deutlichen Rückgang der Rohöllagerbestände.

Opec einigt sich in Rekordzeit

Und so überrascht es wenig, dass der Ölpreis zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit 2014 gestiegen ist. Der Ölpreis hält sich aber weiterhin über 90 US$ – obwohl sich die Opec in Rekordzeit auf darauf geeinigt hat, die Produktion um täglich 400.000 Barrel zu erhöhen. Die Sitzung hat nur 16 Minuten gedauert und dann war man sich schon einig. Denn auch der Opec ist klar, dass auf Ölmarkt in diesem Jahr tendenziell ein Überangebot besteht. So könnte die Opec, insbesondere aber Saudi-Arabien, die Produktion deutlich mehr erhöhen.

Risikoaufschlag durch den Ukraine-Konflikt

Die höhere Produktionskapazität der Opec kann zwar kurzfristige Angebotsausfälle auffangen, das ändert aktuell aber nichts an der Risikobewertung. Denn die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland nehmen zu. Ein Großteil der Erdölhändler kalkuliert derzeit mit einem Risikoaufschlag für den Fall einer Eskalation. Zahlreiche Bankanalysten haben bereits reagiert und ihre Prognose angehoben – teilweise auf über 100 US$ im Verlauf des Jahres.

Fazit: Nach Wochen der Rally ist der Ölpreis eigentlich reif eine Korrektur. Nach einer großen Korrektur wie derzeit vor allem bei den Technologie-Werten sieht es aber nicht aus. Denn es sprechen deutlich mehr Gründe für einen stabilen Preis von mindestens 85 US$. Behalten Sie deshalb unbedingt Ihre Energie-Aktien weiter im Depot.