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Staaten setzen weiter auf fossile Brennstoffe – so können Sie profitieren!

Es ist der ultimative Traum der Klimaschützer: Bereits in 10 oder 15 Jahren soll die Welt komplett ohne fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas auskommen. Vielleicht werden Sie mir zustimmen, dass das eher weniger mit der Realität zu vereinbaren ist.

Denn: Experten schätzen, dass die Menschheit noch einige Jahrzehnte auf die Fossilen angewiesen sein wird, um die Energiesicherheit zu gewährleisten. Das gilt für Deutschland – stärker aber noch für Länder wie China oder Indien.

Fossile Brennstoffe: UN spricht Warnung aus

Die Vereinten Nationen schlagen jetzt jedenfalls Alarm: Die nationalen Pläne zur Förderung fossiler Brennstoffe seien noch immer nicht mit den Pariser Klimaschutzzielen vereinbart, hieß es vor wenigen Tagen von der UNEP, der Umweltorganisation der Vereinten Nationen.

Diese beruft sich auf eine neue Studie. Danach müssten die Staaten weltweit ihre Kohle-, Öl- und Gasproduktion um mehr als die Hälfte drosseln, damit es noch eine Chance gäbe, die Erderwärmung unter einem gefährlichen Niveau zu halten.

Zu viel Öl, Gas und Kohle

Die UN moniert, dass die Staaten trotzdem im Jahr 2030 noch mehr als doppelt so viele fossile Brennstoffe produzieren wollen, wie es das Pariser Klimaschutzabkommen zulasse. Demnach dürfte die Produktionsmenge beim Öl Anfang der 30er-Jahre 57 Prozent zu hoch liegen, beim Gas 71 Prozent und bei der Kohle gar 240 Prozent.

Kritik äußerten die Vereinten Nationen auch an der Investitionsstrategie der Staaten. Die Gruppe der 20 größten Industrie- und Schwellenländer hätten seit Anfang 2020 zusammen 300 Milliarden US-Dollar in neue Projekte im Bereich fossiler Brennstoffe gesteckt – und damit mehr als in erneuerbare Energiequellen.

Aber was heißt das nun für Sie als Anleger?

Es wird sich zeigen, ob die Staaten auf die Warnungen der UN reagieren werden. In manchen Ländern ist das durchaus vorstellbar – in anderen eher weniger. Ob etwa China dazu bereit wäre, seine Klimaziele noch weiter zu verschärfen, dürfte eher unwahrscheinlich sein.

Trotz des Ausbaus der Erneuerbaren Energien bleiben die fossilen Brennstoffe also ein Zünglein an der Waage. Vor allem beim Gas dürfte der Ausstieg noch etliche Jahre dauern.

Aktuell ist das mehr denn je zu beobachten. Eben weil die Weltwirtschaft ohne Kohle, Öl und Gas nicht auskommt, schießen die Preise dieser Rohstoffe derzeit in die Höhe – angetrieben durch eine empfindliche Verknappung und die große Nachfrage infolge der Corona-Krise. Der Abgesang auf die Fossilen ist also verfrüht. Ebenso sind entsprechende Aktien noch längst kein Relikt der Vergangenheit.

Diese Aktien dürften profitieren

Starkes Gewinnpotenzial gibt es aktuell etwa für Aktien wie Shell, BP, Exxon Mobile, Chevron, aber auch den russischen Staatskonzern Gazprom. Hinzu kommt, dass die meisten dieser Konzerne inzwischen zweigleisig fahren. Das heißt: Shell etwa forciert auch den Ausbau der Erneuerbaren Energien, ist im Wasserstoff-Geschäft tätig und will seinen Teil zur Elektromobilität beitragen.

Eben diese nötige langfristige Transformation kann der Konzern mit den hohen Gewinnen aus dem klassischen Öl- und Gasgeschäft hervorragend finanzieren – und gleichzeitig seinen Anlegern noch stattliche Dividenden auszahlen.

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Über den Autor
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Marco Schnepf

Börse aus Leidenschaft: Marco Schnepf analysiert seit Jahren das tägliche Geschehen an den Kapitalmärkten.

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