Kupferpreis: Neues Ziel 15.000 Dollar

Kupferhülsen in verschiedenen Größen liegen auf weißem Hintergrund.
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Die Woche an den Rohstoffmärkten beginnt mit einem Paukenschlag, der die Industriemetalle erneut in den Fokus der globalen Anleger rückt. Am heutigen Montag, den 9. Februar 2026, notiert Kupfer an der London Metal Exchange (LME) weiterhin auf extrem hohem Niveau und festigt seine Position oberhalb der Marke von 12.800 US-Dollar pro Tonne.

Auslöser für die jüngste Euphorie ist eine frische Analyse von Goldman Sachs: Die Investmentbank, bislang eher für konservative Schätzungen bekannt, hat ihre Prognose drastisch nach oben korrigiert und sieht das rote Metall nun auf dem Weg zu 15.000 USD je Tonne. Ein solcher Preissprung würde nicht nur neue Allzeithochs bedeuten, sondern auch die Kostenstruktur der globalen Technologie-Infrastruktur massiv verteuern.

Analyse des Kupferpreises: Der Ausbruch über 12.800 Dollar

Zum Wochenauftakt zeigt sich der Kupferpreis äußerst robust. Nach dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag bei 12.840 USD (Cash Settlement) deutet die aktuelle Indikation auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends hin. Für europäische Anleger ist die Entwicklung durch den zeitgleich starken Euro etwas abgefedert, aber dennoch signifikant: Bei einem aktuellen EUR/USD-Kurs von 1,1866 entspricht der aktuelle Kupferpreis rechnerisch rund 10.820 Euro je Tonne.

Das Kursziel von Goldman Sachs in Höhe von 15.000 USD würde, unter der Annahme stabiler Wechselkurse, einen Preis von etwa 12.640 Euro bedeuten – ein weiteres Aufwärtspotenzial von knapp 17 Prozent vom aktuellen Niveau.

Hintergrund: KI-Rechenzentren als Kupfer-Fresser

Der Haupttreiber dieser Neubewertung ist nicht mehr nur die klassische Energiewende, sondern der explodierende Bedarf durch Künstliche Intelligenz. Analysten verweisen darauf, dass moderne „Hyperscale“-Rechenzentren, die für das Training komplexer KI-Modelle benötigt werden, enorme Mengen an Kupfer verschlingen.

Während herkömmliche Rechenzentren oft mit 5.000 Tonnen auskommen, liegt der Bedarf bei KI-spezifischen Anlagen laut Branchenschätzungen bei bis zu 50.000 Tonnen pro Standort. Hinzu kommt der Ausbau der Stromnetze: Goldman Sachs prognostiziert, dass der globale Strombedarf von Rechenzentren bis 2030 um 165 Prozent steigen wird. Diese physische Nachfrage trifft auf ein Angebot, das durch fehlende Großprojekte und sinkende Erzgehalte in den Minen Chiles und Perus begrenzt ist.

Ausblick für Kupfer: Das 15.000-Dollar-Szenario

Das Szenario des Kupferpreises von 15.000 USD erscheint angesichts der aktuellen Marktdynamik nicht mehr als reine Utopie, sondern als logische Konsequenz einer strukturellen Unterversorgung. Die Lagerbestände an der LME liegen mit zuletzt rund 183.275 Tonnen zwar nicht auf historischen Tiefstständen, doch die Bestandsabflüsse beschleunigen sich.

Sollte der Widerstand bei 13.000 USD nachhaltig fallen, dürfte technisches Momentum zusätzlichen Kaufdruck erzeugen. Risiken bleiben jedoch bestehen: Eine Abschwächung der chinesischen Konjunktur könnte die Rallye bremsen, auch wenn der KI-Sektor im Westen derzeit als dominanter Preistreiber fungiert.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.