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Indien profitiert von Ukraine-Krieg: Renditechance für Sie?

Inhaltsverzeichnis

Mit dem Einmarsch in der Ukraine hat sich Russland vom Westen isoliert. So wollen die meisten westlichen Staaten auf langfristige Sicht den Handel mit Russland entweder massiv einschränken oder gleich komplett auf Eis legen. Das betrifft vor allem den Rohstoffsektor.

Kein Wunder also, dass Russland nun nach alternativen Abnehmern sucht. Und diese sind wenig überraschend gar nicht so schwer zu finden. Im Mittelpunkt: Indien. Tatsächlich liefern russische Unternehmen bereits seit Monaten immer mehr Rohstoffe auf den Subkontinent.

Russland liefert große Mengen Kohle nach Indien – zum Spottpreis

Beispiel Kohle: Nach Daten der indischen Beratungsfirma Coalmint ist Russland mittlerweile der drittgrößte Kohlelieferant Indiens. Demnach stiegen die Kohleeinfuhren aus Russland im Juli um mehr als ein Fünftel auf eine Rekordmenge von 2,06 Millionen Tonnen.

Für Indien ist das eine willkommene Entwicklung. Da Russland seine Rohstoffe wegen der westlichen Sanktionen dringend an andere Abnehmer verkaufen muss, bleibt dem Land kaum etwas anderes übrig, als die Preise nach unten zu schrauben. Indien kann sich also Rohstoffe wie Kohle zu relativ niedrigen Kosten beschaffen.

In Sachen Kohle profitiert davon die dortige Stahlbranche, aber auch viele Hersteller von Bauwerkstoffen. Darunter: UltraTech Cement. Der indische Konzern ist der größte Zementhersteller des Landes und importierte zuletzt signifikante Mengen der günstigen russischen Kohle.

Auch russisches Öl boomt in Indien

Doch die Kohle ist nur ein Aspekt des neuen russisch-indischen Zweckbündnisses. So sind auch die Öl-Lieferungen aus Russland nach Indien signifikant angestiegen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg verkauft Russland dem Partner derzeit rund eine Million Barrel Öl pro Tag. Zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es täglich gerade einmal 0,06 Millionen Barrel.

Und auch hiervon profitiert Indien. Bloomberg zufolge kauft das  asiatische Land russisches Öl aktuell bis zu zehn Prozent unter dem Weltmarktpreis. Das sorgt bei indischen Raffinerien für einen regelrechten Geldregen. Dort wird das günstige russische Öl nämlich zu Treibstoffen weiterverarbeitet und dann in Indien selbst verwendet oder teuer ins Ausland verkauft.

Wie hoch die daraus entstehenden Profite sind, zeigt die jüngste Quartalsbilanz von Reliance Industries. Der börsennotierte Raffinationskonzern mit Sitz in Mumbai verbesserte im zweiten Quartal seinen Nettogewinn um mehr als 40 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Konzernboss Mukesh Ambani betonte bei der Präsentation die aktuell sehr lukrativen Margen.

Russische Düngemittel für die indische Landwirtschaft

Ähnlich sieht es übrigens auch in der Landwirtschaft aus. Laut einem Bericht der „Washington Post“ hat auch der Import von Düngemitteln aus Russland in den letzten Monaten massiv zugenommen.

Demnach ist Russland bei den wichtigen Pflanzennährstoffen inzwischen Indiens Toplieferant. Und auch hier konnte sich Indien zuletzt offenbar deutlich günstigere Kaufpreise sichern. Davon profitieren indische Branchenvertreter wie Basant Agro Tech. Der börsennotierte Konzern konnte zuletzt seinen Nettogewinn ebenfalls deutlich verbessern.

Mein Fazit für Sie

Neben China ist Indien für Russland das Zünglein an der Waage. Schließlich muss Moskau alle Hebel in Bewegung setzen, um seine Rohstoffe trotz der westlichen Sanktionen irgendwo auf den Markt werfen zu können.

Indien jedenfalls zeigte sich bislang im Ukraine-Krieg als neutrale Partei. Wohlwissend um die wirtschaftlichen Chancen, die sich der Subkontinent durch die billigen Rohstoffe aus Russland sichern kann.

Aktien aus Indien sind deshalb aktuell durchaus einen Blick wert.