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Grundwassermangel wird zu einem globalen Problem

Grundwassermangel wird zu einem globalen Problem
Manuela / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Seit Monaten stehen die Rohstoffe Öl, Gas und Kohle im Fokus der politischen Diskussion und den darauf aufbauenden Medienberichten. Für diese fossilen Rohstoffe gibt es heute bereits regenerative Alternativen, die zunehmen an Bedeutung gewinnen werden. Zum Beispiel Wasserstoff. Dieser Thematik habe ich mich in einer Wasserstoff-Sonderausgabe gewidmet. Der Rohstoff Wasser kann niemals durch alternative Stoffe ersetzt werden.

In Mitteleuropa ist uns heute noch viel zu wenig bewusst, wie wertvoll Wasser ist, weil wir es scheinbar im Überfluss haben. Dennoch führen auch in Ländern wie Deutschland Regenmangel und Dürreperioden längst zu großen Problemen in der Landwirtschaft. Mit Blick auf die globale Welt ist die Situation noch weit dramatischer.

Wasser ist der am meisten verbrauchte Rohstoff der Welt!

In vielen Regionen der Welt ist der Wassermangel bereits ein ernstes Problem. Fast alle Länder zwischen dem 10. und 40. nördlichen Breitengrad sind von Wasserknappheit betroffen. Rund 30 Prozent der Weltbevölkerung leben in Regionen mit potenziell ernster Wasserknappheit. Über 2 Milliarden Menschen – und somit jeder Dritte – haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Der Klimawandel verschärft die Probleme im globalen Wasserhaushalt zusätzlich. Verteilungskonflikte und Kriege um Wasser werden massiv zunehmen. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist daher eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Aktuelle Daten des World Resources Institute und des Pacific Institute, das sich mit Forschungen zu regionalen und globalen Süßwasserproblemen befasst, belegen diese bedenklichen Entwicklungen sehr eindrucksvoll.

Grundwassermangel wird zu einem globalen Problem

In vielen Ländern ist das Grundwasser knapp. Das hat eine Untersuchung des Thinktank World Resources Institute (WRI) ergeben. Analysiert wurde hierbei Daten aus 189 Staaten im Jahr 2019, aus denen ein Index zur Ermittlung des jeweiligen Risikos für Grundwassermangel gebildet worden ist.

Besonders dramatisch ist die Lage demzufolge in den Ländern Katar, Israel, Libanon und dem Iran. Doch auch um das Grundwasser in Deutschland steht es nicht zum Besten: Die Bundesrepublik liegt auf Rang 62 und damit im Feld der Länder mit einem mittleren bis hohen Risiko für Grundwassermangel. Und die Lage hat sich Medienberichten zufolge zuletzt weiter verschlechtert. Wie neueste Daten zeigen, gibt es einen klaren Hinweis auf Dürrebedingungen, die vor etwa einem Jahrzehnt begannen. Eine Ursache ist neben dem Klimawandel das verstärkte Abpumpen von Grundwasser als Reaktion auf die abnehmende Verfügbarkeit von Oberflächenwasser.