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Warnung: Achten Sie auf den Gold-Preis!

Der Gold-Preis ist nach seinem Jahreshoch bei 1.370 US$ im Juli mächtig unter Druck geraten und innerhalb des neuen Aufwärtstrends seit Anfang des Jahres einen kurzfristigen Abwärtstrend ausgebildet. Dabei rückt jetzt immer mehr die Unterstützungszone um 1.300 US$ in den Mittelpunkt.

Fällt Gold jetzt unter die Unterstützung bei 1.300 US$

Das Problem ist: Diese Unterstützung hat nicht nur psychologische Bedeutung, sondern ist auch charttechnisch wichtig. Wie Sie am Chart sehen, würde ein Bruch der 1.300-Marke auch bedeuten, dass der neue Aufwärtstrend seit Beginn des Jahres gebrochen ist. Und dann hat der Gold-Preis ein Abwärtspotenzial bis knapp oberhalb von 1.200 US$.

Kurzfristig angeschlagen, langfristig interessant

So sehr langfristig Vieles für Gold spricht, so sehr ist kurzfristig Vorsicht geboten. Und das hat – wieder einmal – mit der US-Notenbank zu tun.

Die Logik ist die: Wenn die Renditen langlaufender Anleihen steigen, dann hinterlässt das beim Gold-Preis Spuren. Denn Anleihen bieten Zinsen, Gold nicht. Die 10-jährigen US-Staatsanleihen sind jetzt sogar um fast 20 Punkte auf den höchsten Stand seit der Brexit-Entscheidung gestiegen.

Auch die Fed beeinflusst den Gold-Preis

Wenn die Fed bei Mini-Inflation die Leitzinsen erhöht, wertet das US-Dollar auf und belastet den Gold-Preis, solange sich an den geopolitischen Faktoren nichts ändert. An den Gold-ETFs sind die kurzfristig belastenden Faktoren bereits abzulesen, denn sie verzeichnen Abflüsse.

Als Gold-Anleger mit Hebel haben Sie gegen diesen Markttrend keine Chance. Deshalb ist besser, kurzfristig Gewinne mitzunehmen, in Ruhe abzuwarten, dann aber genauso konsequent wieder zuschlagen, wenn sich der Gold-Preis charttechnisch entspannt hat.

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Über den Autor Volkmar Michler

Volkmar Michler, Jahrgang 1964, ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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