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Macht Gold jetzt schlapp?

Im Vorfeld des Notenbank-Treffens in den USA steigt die Nervosität an den Börsen. Wie wird sich die Fed-Chefin Yellen äußern? Wird es in den nächsten Monaten Zinserhöhungen geben? Hat die Fed nicht schon längst ihr Pulver verschossen?

Darauf gibt es noch keine schlüssigen Antworten. Die Börsen haben in den letzten Tagen den Rückwärtsgang eingeschaltet, regelrecht unter Druck geraten sind die Edelmetallpreise.

Gold26.8.16

Gold auf 4-Wochen-Tief

Der Goldpreis allein gestern um über 10 US$ auf ein 4-Wochen-Tief gefallen. Wie Sie am Chart unten erkennen, notiert Gold jetzt genau an der Unterstützungszone um 1.320 US$. Wenn diese Auffanglinie nicht hält, hat Gold ein weiteres Abwärtspotenzial bis 1.280 US$.

Bis jetzt nur Korrektur im neuen Aufwärtstrend

Gold reagiert zum einen auf einen stärker gewordenen US-Dollar. Falls die Zinsen in den USA steigen sollten, wird wieder stärker US-Dollar nachgefragt.

Sollte es von der Fed aber keine klaren Signale für baldige Zinserhöhungen geben, werden die Edelmetallpreise kurzfristig wieder anziehen. Bis jetzt handelt es sich beim aktuellen Goldpreis-Rückgang nur um eine Korrektur innerhalb des neuen Aufwärtstrends.

EZB wird Zügel nicht anziehen

Ich rechne aber damit, dass der Goldpreis zum Ende des Jahres bei mindestens 1.350 US$ liegen wird. Denn die bisher enttäuschende Goldnachfrage aus Asien dürfte in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen.

Hinzu kommt, dass nicht nur die Fed, sondern auch die EZB eine lockere Geldpolitik betreibt. Die Konjunkturaussichten in der Euro-Zone haben sich zwar zuletzt etwas verbessert, es ist aber nicht in Sicht, dass die EZB ihr Zügel wieder anziehen wird. Deshalb werde ich in Korrekturen weiter Positionen in Gold aufbauen.

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Über den Autor Volkmar Michler

Volkmar Michler, Jahrgang 1964, ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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