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Zapft Italien seine Goldreserven an?

Steckt man finanziell in der Klemme, beginnt man früher oder später sprichwörtlich, sein Tafelsilber zu veräußern – jene luxuriöse Wertanlage also, die man nur zu speziellen Anlässen aus dem Schrank holt und ansonsten beruhigt ob ihrer Existenz weitgehend ignoriert.

Italien spielt nun mit einem ähnlichen Gedanken. Allerdings geht es nicht um Silber – sondern um Gold. Die populistische Regierung rund um Ministerpräsident Giuseppe Conte erwägt offenbar, staatliche Goldreserven zu veräußern, um den Staatshaushalt zu retten beziehungsweise Wahlversprechen zu finanzieren.

Die Meldung hat die Märkte kurzzeitig aufgeschreckt. Doch es gilt als eher unwahrscheinlich, dass Italien diese Pläne tatsächlich wird umsetzen können – zumal innerhalb des Landes nicht einmal geklärt ist, wem das Gold eigentlich gehört: der Notenbank oder dem Volk.

 

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Über den Autor
Felix-Reinecke
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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