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Goldpreis: Anstieg in 2023 wahrscheinlich – aber es kann dauern

Rohstoffbörse
Adobe Stock - Petr Ciz
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Zwischen Anfang November und Anfang Februar ist der Goldpreis von rund 1.650 Dollar je Feinunze auf etwa 1.950 Dollar sehr deutlich gestiegen – es sah so aus, als könnte das Edelmetall sogar schon im ersten Quartal 2023 einen Angriff auf die „magische“ Marke von 2.000 Dollar starten.

Doch mit einem Durchmarsch ist es nichts geworden. Die Konjunktur und die Notenbanken haben die Rally von Gold vorerst beendet – der Goldpreis ist seit einigen Wochen im Sinkflug und notiert derzeit bei gut 1.820 Dollar je Feinunze (Stand 24.02.). Was sind die Gründe für den Rückgang und wie könnte es in 2023 weitergehen?

Der Goldpreis ist weiterhin abhängig von den Notenbanken

Ende 2022 und Anfang 2023 schien das Szenario optimal für das Edelmetall: Anleger und Analysten erwarteten einerseits ein baldiges Ende der Zinsanhebungen – steigende Leitzinsen sind kein guter Nährboden für Gold, das keine Zinsen und Dividenden abwirft. Andererseits wurde eine Rezession erwartet, die wiederum Gold als werterhaltende Anlage und sicheren Hafen attraktiv macht.

Doch in den letzten Wochen zeichnet sich immer mehr ab, dass beides aktuell nicht der Realität entspricht. Die Konjunktur in den USA und in Europa zeigt sich relativ robust, die Inflation ist gleichzeitig ebenfalls hartnäckig auf hohem Niveau. In diesem Umfeld sind weitere (kleinere) Leitzinsanhebungen in den nächsten Monaten wahrscheinlich – Zinspeak und Zinswende könnten sich zeitlich nach hinten verschieben.

So ist der Rückgang beim Goldpreis vor allem mit der neu aufgeflammten Zinsangst zu erklären. In den letzten Monaten waren beim Edelmetall – und zum Teil auch bei Aktien – bereits positive Szenarien und die Hoffnung auf ein baldiges Ende von Zinsanhebungen und hoher Inflation eingepreist.

Goldpreis kann in 2023 trotzdem noch klettern

Wie kann es nun weitergehen? Kurzfristig ist noch ein weiterer Rückgang beim Goldpreis denkbar. Denn Fed und EZB senden derzeit keine Signale, dass die bisherige Geldpolitik bereits ausreichende Wirkung gezeigt hat. Mehr Zinsangst und weitere Zinsschritte bedeuten keine guten Aussichten für Gold.

Auf mittlere Sicht sieht es für das Edelmetall jedoch deutlich besser aus. Denn die Nachfrage nach Gold ist steigend, Notenbanken deckten sich in 2022 mit so viel Gold ein wie seit Jahrzehnten nicht. Sobald die Leitzins-Anhebungen enden und die Notenbanken erste Signale der Entspannung senden, dürften der Goldpreis wieder anziehen. Es ist aber durchaus vorstellbar, dass dies erst in der zweiten Jahreshälfte von 2023 der Fall sein wird.