Goldpreis aktuell: Rekorde ohne Ende?

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Der Goldpreis ist im Vormittagshandel erneut auf ein neues Allzeithoch geklettert und notiert aktuell bei gut 4.730 US-Dollar je Feinunze – erstmals über der Marke von 4.700 Dollar (Stand: 20. Januar 2026, ca. 13 Uhr). Auch in Euro hat der Goldpreis heute einen entscheidenden Schritt gemacht und zum ersten Mal die 4.000 Euro-Marke überwunden.

Nachdem Gold bereits in den letzten Jahren – vor allem in 2025 – stark performt und deutlich zugelegt hat, beginnt für das Edelmetall auch das neue Jahr 2026 mit einem Plus. Seit Anfang Januar ist der Goldpreis um etwa neun Prozent geklettert. Auf Jahressicht sind es mehr als 70 Prozent. Gold bleibt der sichere Hafen – vor allem im Hinblick auf den eskalierenden Grönland-Konflikt.

Gold steigt – auch weil sich die Lage zuspitzt

Der von Donald Trump initiierte Konflikt zwischen den USA und Europa rund um Grönland spitzt sich weiter zu. Der US-Präsident hat Strafzölle gegen verschiedene europäische Länder angedroht und den Streit auch verbal in den letzten Tagen immer weiter angeheizt. Das Treffen beim Weltwirtschaftsforum in Davos könnte die Situation noch weiter eskalieren lassen.

In diesem Umfeld, in dem sogar ein Ende des transatlantischen Bündnisses nicht mehr ausgeschlossen ist, wächst die Bedeutung von Gold als sicherer Hafen nochmal. Daneben existieren derzeit weitere Krisen wie etwa die gewaltsame Unterdrückung von Protesten in Iran, der Krieg in der Ukraine, die Militär-Operation in Venezuela – die Liste ist lang. 2026 bietet geopolitisch vor allem viel Unsicherheit.

Wie es beim Goldpreis weitergehen könnte

Kurzfristig bestimmen die Weltlage und Donald Trump die Richtung des Goldpreises. Mittelfristig spielen bei dem Edelmetall aber weiterhin auch Aspekte wie die Zinspolitik, die Goldkäufe der Notenbanken oder der schwache Dollar eine Rolle als Impulsgeber für steigende Goldkurse. Es ist durchaus denkbar, dass das Edelmetall auf weitere Wochen mit neuen Rekorden zusteuert.

Auf der anderen Seite sollten Anleger hier keinen Automatismus sehen: Der Goldpreis ist in den letzten drei Jahren gut 140 Prozent geklettert und hat kaum Schwäche gezeigt. Rücksetzer oder mindestens Pausen der Rally sind hier jederzeit vorstellbar – die Nachrichtenlage dürfte kurzfristig den Ausschlag geben.