Goldpreis aktuell: Der Einbruch – und danach?
Mit gut 4.400 US-Dollar je Feinunze notiert der Goldpreis aktuell zwar etwas fester als zuletzt – gestern war das Edelmetall zwischenzeitlich auf etwas mehr als 4.100 Dollar abgestürzt (Stand: 24. März 2026, ca. 11.30 Uhr). Dennoch setzt sich der negative Trend beim Gold fort. Vergangene Woche waren es teilweise noch mehr als 5.000 Dollar und das Allzeithoch aus Ende Januar von fast 5.600 US-Dollar je Feinunze ist weit entfernt.
Die alte Weisheit, dass Gold in Krisenzeiten steigt, scheint im Hinblick auf den Krieg im Nahen Osten nicht zu stimmen. Denn seit Beginn des Krieges hat das Edelmetall sehr deutlich verloren. Was sind die Gründe für den aktuellen Absturz und wie könnte es beim Goldpreis weitergehen?
Darum fällt der Goldpreis aktuell so stark
Gold ist vor allem in Krisenzeiten ein sicherer Hafen für Anleger. Diese Regel gilt auch nach wie vor, trotzdem wird sie derzeit von anderen Dingen überlagert: Der starke Anstieg des Ölpreises infolge des Krieges im Iran hat auch die Inflationssorgen angeheizt. Und so hat die US-Notenbank Fed die Erwartungen für Zinssenkungen in diesem Jahr gebremst.
Die Fed hat die Leitzinsen zuletzt unverändert gelassen, im weiteren Jahresverlauf wird nun nur mit einer Zinssenkung gerechnet. Auch der momentan stärkere US-Dollar ist eine Hemmschwelle für den Goldpreis, da er das Edelmetall – welches in Dollar gehandelt wird – für internationale Käufer teurer macht und damit die Nachfrage drückt.
Viele Fragezeichen beim Goldpreis
Ob sich der Goldpreis in den kommenden Tagen und Wochen wieder erholen kann, ist momentan kaum vorherzusehen. Zum einen hängt das von wenig bis gar nicht planbaren kurzfristigen Entwicklungen wie unter anderem dem Ende des Krieges (und damit dem Ölpreis und Dollar-Kurs) ab. Zum anderen hat sich die Rolle von Gold offenbar verändert. Das Edelmetall ist (phasenweise) zu einem volatilen Anlageobjekt geworden.
Anleger sollten bedenken, dass der Goldpreis nach dem Absturz der letzten Tage derzeit in etwa auf dem Niveau von Jahresbeginn liegt – vorausgegangen war eine Wahnsinns-Rally in den Jahren 2024 und 2025, die vorübergehend in einem Allzeithoch von mehr als 5.500 Dollar im Januar mündete. Es bleibt die Erkenntnis: Gold wird teilweise zunehmend auch als Spekulationsobjekt gehandelt – trotzdem bleibt das Edelmetall interessant als Depotbeimischung und sicherer Hafen.