Goldpreis: 5.000 Dollar im Visier
Im heutigen Vormittagshandel ist der Goldpreis auf ein neues Allzeithoch geklettert und notierte zwischenzeitlich bei knapp 4.970 US-Dollar je Feinunze – aktuell sind es knapp 4.930 Dollar (Stand: 23. Januar 2026, ca. 11 Uhr). Damit nähert sich das Edelmetall mit großen Schritten der Marke von 5.000 US-Dollar.
Die Entwicklung ist mehr als rasant: Noch vor etwa zwei Jahren lag der Goldpreis im Bereich von 2.000 Dollar und in 2025 hat sich das Kursplus nochmal beschleunigt. Erst im März vergangenen Jahres wurde erstmals die Marke von 3.000 US-Dollar je Feinunze überwunden. Auf Jahressicht steht ein sattes Plus von fast 80 Prozent auf der Kurstafel.
Die 5.000 Dollar erscheinen jetzt logisch
Dass sich der Goldpreis auch in 2025 positiv entwickeln würde, haben die meisten Analysten erwartet. Denn Gold ist vor allem in Zeiten von Unsicherheit gefragt. Und die gab es – politisch, ökonomisch, währungstechnisch – in den letzten Monaten und Jahren mehr als genug.
Dennoch hat praktisch niemand diese Kursrally mit nur kleinen Rücksetzern und Pausen kommen sehen. Ähnliches gilt für den fulminanten Start in 2026. So hatte beispielsweise Goldman Sachs die Prognose abgegeben, dass der Goldpreis bis zum Jahresende auf 4.900 US-Dollar je Feinunze klettern könnte. Das wurde inzwischen von der Realität eingeholt – und Goldman Sachs hebt die Prognose auf 5.400 Dollar an.
Der Goldpreis wird massiv gestützt
Wäre ein Goldpreis von 5.000 Dollar je Feinunze noch vor einem Jahr als kurzfristig utopisch abgetan worden, ist dieser bereits im ersten Monat des neuen Jahres greifbar. In der letzten Handelswoche hat das Edelmetall einen neuen Rekord nach dem anderen aufgestellt. Gestützt wird der Goldpreis von mehreren Faktoren.
Die Nachfrage nach Gold im privaten Sektor ist hoch, die geopolitischen Spannungen bleiben enorm (zuletzt vor allem durch den Konflikt um Grönland) und auch die Zinspolitik spielt Gold in die Karten. Ganz entscheidend ist zudem die Tatsache, dass sich etliche Notenbanken auf der ganzen Welt seit Jahren mit Gold eindecken – unter anderem um unabhängiger vom US-Dollar zu werden.
Es ist jederzeit möglich, dass die Goldpreis-Rally eine Pause einlegt oder bestimmte Nachrichten für Rücksetzer sorgen. Das sollten Anleger stets im Blick behalten und Gold nicht als kurzfristiges Spekulationsobjekt betrachten. Trotzdem ist die aktuelle Lage politisch wie ökonomisch eine Art perfekter Sturm für das Edelmetall – und weitere Rekorde jenseits der 5.000 Dollar sind absolut denkbar.