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Goldbarren als Geldanlage – eine sinnvolle Investition?

Wer sein Geld in physische Gold anlegen will, hat verschiedene Möglichkeiten. Die Investition in Goldbarren ist dabei eine Option. Dabei gibt es allerdings einige Faktoren zu berücksichtigen.

Schwankender Goldkurs

Zunächst muss dem Anleger klar sein, dass trotz allen Vertrauens in Gold als weltweit stabile Währung, der Goldpreis seit Jahren stark schwankt. Das hängt mit den Zinsen zusammen –  steigen die Zinsen, fällt der Goldpreis und andersherum.

Zum Vergleich: Bis 2000 pendelte der Preis pro Feinunze Gold (31 Gramm) bei rund 250 US-$. Dann stieg der Goldpreis auf rund 1.800 US-$ im Jahr 2011 und liegt zurzeit bei rund 1.300 US-$. Wer also sein Geld 2011 in Gold investiert hat, dessen Anlage hat seitdem massiv an Wert verloren. Trotzdem ist der Preis im Langzeitvergleich deutlich gestiegen.

So teuer ist ein Goldbarren

Einige Vorteile von Goldbarren: Ihre Herstellung ist aufgrund der Normung im Verhältnis recht einfach und der Preis liegt nahe am tatsächlichen Materialwert des verwendeten Goldes. Daher sind die Ankaufs- und Verkaufspreise der Händler hier auch nahezu gleichauf.

Für Anleger, die sich keinen Standardgoldbarren von mehr als 12,4 Kilogramm leisten kann, der immerhin (Stand Anfang Juni 2017) rund 470.000 € kostet, für den gibt es auch die Möglichkeit, kleinere Barren zu erstehen. Möglich ist dabei eine Spanne von einem Gramm bis zu einem Kilo.

Von Kleinstbarren ist dabei aber eher abzuraten, da der An- und Verkaufspreis sehr weit auseinanderliegen. Beispielsweise kann ein 1-Gramm-Goldbarren für 43 Euro erstanden werden, der Händler bietet aber am selben Tag einen Ankauf von 1-Gramm-Barren zu einem Preis von 31,50 Euro an. Man würde bei einem sofortigen Verkauf also 11,50 Euro verlieren. Bei einer solchen Anschaffung muss also auf eine Wertsteigerung des Barrens gehofft werden, nur damit man bei der Investition keine Verluste macht.

Auf der anderen Seite können Anleger kurzfristigen Liquiditätsbedarf unkomplizierter durch den Verkauf von kleineren Goldbarren abdecken, ohne dass sie die ganze Wertanlage auf einmal mit einem einzigen Goldbarren verkaufen müssen.

Aufbewahrung und Versicherung des Goldes nicht vergessen

Experten raten dazu, nicht mehr als zehn Prozent des Vermögens in Gold zu investieren – und größere Goldbarren sind hier besonders gefragt. Hat man sich als Anleger für diese Investition entschieden, muss die Sicherheit und die Aufbewahrung des Goldes gewährleistet werden.

Es wird also ein Safe im eigenen Haus oder ein Schließfach einer Bank benötigt. Dabei muss die Größe dieser und auch ihr Kostenpunkt einkalkuliert werden. Außerdem muss die Hausratsversicherung von der aufbewahrten Anlage erfahren bzw. es sollte geklärt werden, ob der Inhalt des Bankschließfaches versichert ist.

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Über den Autor
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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