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Gold zieht wieder an. Gibt es zum Jahresende doch 1.800 US$?

Inhaltsverzeichnis

Gold hat sich bisher in der Krise als sicherer Hafen kaum bewährt. Seit Jahresanfang ist das Edelmetall um über -5% gefallen. Das ist allerdings deutlich weniger als der DAX mit -20% und der Nasdaq mit -28%. Doch zeichnet sich ein Comeback ab. Wieviel Potenzial bietet sich Ihnen als Anleger?

Gold erobert die Marke von 1.650 US$ wieder zurück

Nach dem auch für Gold verheerenden dritten Quartal hat das Edelmetall zu Beginn des letzten Quartals einen guten Start hingelegt. Charttechnisch hat sich Gold aber schon ein paar Tage vorher verbessert. Gold ist zunächst unter die wichtige Unterstützung bei 1.650 US$ getaucht, konnte diese Marke aber wieder zurückerobern Eine weitere, allerdings noch schwache Unterstützung finden Sie bei 1.700 US$ Der nächste massive Widerstand liegt bei 1.800 US$.

Überraschende Euro-Stärke schiebt den Goldpreis an

Über das für den Goldpreis maßgebliche Wechselspiel von US-Dollar- und Euro hatte ich Sie schon häufiger hingewiesen. Sobald der US-Dollar steigt, wird er für Anleger aus dem Nicht-US-Dollar-Raum weniger attraktiv. Jetzt ist der Euro gegenüber dem US-Dollar überraschend gestiegen.

Entscheidender Faktor: Wie hoch sind die Gasspeicher in Europa?

Zum ist der US-Dollar nach enttäuschenden Zahlen des US-Einkaufsmanagerindexsowie eines Rückgangs der offenen Stellen gefallen. Zum anderen ist der Markt in der Eurozone wieder etwas optimistischer. Das hat mit den umfangreichen Hilfsmaßnahmen der Politik zu tun. Aber auch mit einer neuen Analyse der Internationalen Energie-Agentur (IEA).

Schaffen wir im Februar diese Marke?

Konkret: Wenn die Gasspeicher im Februar auf 5% fallen, wird es nach Einschätzung der IEA kritisch. Wenn es aber gelingt, den Gasverbrauch um 10% unter den 5-Jahres-Durchschnitt zu senken, wäre ein Speicherstand von 25% denkbar. Nach lässt sich aber nicht abschätzen, wie hoch die Einsparpotenziale gerade der energieintensive Industriesektorensind, ohne dauerhaft Produktionskapazitäten verloren gehen.  

Goldprognose bis Jahresende: Mindestens 1.800 US$

Fazit: Für den jüngsten Gold-Aufschwung gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Ob sie nachhaltig sind, wird sich erst noch zeigen. Dafür ist die wirtschaftliche und geopolitische Situation einfach zu komplex. Da die charttechnische Verfassung des Edelmetalls sich aber noch nicht ausreichend gefestigt hat, halte ich Hebel-Spekulationen auf den Goldpreis für zu früh. Einen Goldpreis von mindestens 1.800 US$ bis zum Jahresende halte ich aber für realistisch.