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Gold: Hat der sichere Hafen geschlossen?   

Inhaltsverzeichnis

Auch die Gold-Fans, die so genannten Gold Bugs, haben kein leichtes Jahr. Anfang März notierte das Edelmetall noch deutlich über 2.000 US-Dollar. Doch seit Mai läuft ein gnadenloser Abwärtstrend, der sich jetzt im Juli noch einmal beschleunigt hat.

Was passiert da gerade mit dem vermeintlich sicheren Hafen? Der Schuldige ist schnell gefunden: Der immens starke US-Dollar. Angefeuert durch die Zinserhöhungen und den Ausblick, dass die US-Notenbank noch deutlich stärker die Leitzinsen anheben wird, kennt der US-Dollar kein Halten mehr.

Erzfeind teurer US-Dollar

Der US-Dollar-Index seht auf einem Allzeithoch. Kein Ende absehbar. Und damit sind die Gold-Bremsen schon benannt: Der teure US-Dollar und die steigenden Zinsen. Je stärker der US-Dollar ist, desto teurer wird Gold für ausländische Käufer. Und je höher die Zinsen, desto unattraktiver ist das Edelmetall, das ja bekanntlich keine Zinsen abwirft.

In dieser Gemengelage tut sich Gold nachvollziehbar schwer, Käufer anzuziehen. Sie haben recht: Jetzt kommt das Aber. Denn historisch betrachtet ist Gold schon ein wertvoller Schutz gegen Rezessionen.

Langfristig ist Gold ein starker Schutz

Der Datenlieferant und Newsanbieter Bloomberg hat nachgerechnet. Und in den vergangenen 50 Jahren hat Gold den Aktienindex S&P immer deutlich geschlagen, wenn es zu Rezessionen kam. Im Schnitt schlug sich Gold sogar 50% besser als der breite Aktienindex S&P.

Sollten Sie daher jetzt zugreifen und Gold kaufen? Vielleicht gibt uns der Chart ja auch einen hilfreichen Fingerzeig?

Was Sie vielleicht auch auf den ersten Bild erkennen können, ist, dass Gold im Bereich knapp über der 1.700er-Marke eine starke Unterstützung hat. Wir liegen gerade knapp über dieser Marke, die in den vergangenen Monaten immer wieder gehalten hat.

Eine erste Tranche macht Sinn

Was Sie im Chart nicht erkennen können: Gold ist gemessen an verschiedenen Trendindikatoren drastisch überverkauft, was zu kurzfristigen Gegenreaktionen führen kann.

Wenn Sie also damit rechnen, dass wir in den USA und auch in Europa in eine Rezession schlittern, dann sollten Sie jetzt die günstigen Kurse nutzen und eine erste Gold-Tranche kaufen.

Doch vergessen Sie nicht: Der sichere Hafen ist kein Selbstläufer, die Notenbank Fed und der US-Dollar halten gegen schnelle Goldgewinne.

Fazit: Langfristig hat sich Gold in den letzten Rezessionen stark gegenüber den Aktien behaupten können. Sie können die jüngsten Rücksetzer nutzen und jetzt erste Gold-Positionen aufbauen, obwohl der Dollar und die Zinsen schnelle Gold-Gewinne verhindern dürften.