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Die US-Notenbank bremst bei Zinserhöhungen: Kann Gold jetzt steigen?

Inhaltsverzeichnis

In den USA ist heute Thanksgiving-Feiertag. Deshalb wird auch an den europäischen Börsen nicht viel passieren. Zeit, sich einmal Gold anzuschauen, das sich bisher in der Krise als sicherer Hafen kaum bewährt hat. Seit Jahresanfang ist das Edelmetall um über -4% gefallen. Das ist allerdings deutlich weniger als der DAX mit -8,3% und der Nasdaq mit -27,8%. Doch zeichnet sich ein Comeback ab. Wieviel Potenzial bietet sich Ihnen als Anleger?

Gold: Seit Anfang November neuer Aufwärtstrend

Nach dem auch für Gold verheerenden dritten Quartal ist das Edelmetall nun auf ein 3-Monats-Hoch gesprungen. Man kann sogar schon von einem neuen Aufwärtstrend sprechen, der sich seit Anfang November gebildet hat, wie Sie an dem Chart oben sehen. Die wichtigsten Eckpunkte für Sie zusammengefast:

• Gold konnte die wichtige Unterstützung bei 1.650 US$ zurückerobern. Unter diese Marke ist das Edelmetall in den letzten Monat mehrfach gerutscht.

• Auch der Widerstand bei 1.700 US$ konnte geknackt werden. Diese Marke dient jetzt als neue Unterstützung.

• Der nächste Widerstand lauert im Bereich von 1.770 US$. An dieser Marke ist Gold in den letzten Tagen mehrfach abgeprallt. Erst wenn diese Widerstandszone gebrochen wird, ist ein Jahresend-Kursziel von 1.800 US$ realistisch.

Dieses Wechselspiel müssen Sie kennen

Wie realistisch ist denn nun ein Kursziel von 1.800 US$ zum Jahresende?

Über das für den Goldpreis maßgebliche Wechselspiel von US-Dollar- und Euro hatte ich Sie schon häufiger hingewiesen. Sobald der US-Dollar steigt, wird er für Anleger aus dem Nicht-US-Dollar-Raum weniger attraktiv.

Jetzt hat der US-Dollar deutlich nachgegeben. Die Volkswirte der Commerzbank sprechen in einer aktuellen Analyse  sogar von einer „erheblichen US-Dollar-Schwäche“.

Die US-Notenbank sendet erste Signale

Was sich in den USA abzeichnet, ist noch kein Ende des Zinserhöhungszyklus. Dafür ist die Inflationsrate noch immer noch zu hoch. Allerdings hat die amerikanische Notenbank diese Woche klare Signale gesendet, dass sie bei den Zinserhöhungen in Zukunft langsamer vorgehen will. Die Fed-Signale sind auch beim Goldpreis angekommen. 

Goldprognose: Mehr als 1.800 US$ dürften nicht drin sein

Fazit: Die oberste Priorität der Notenbanken lautet: Preisstabilität herstellen. Das gilt sowohl für die USA als auch für Europa. Da die US-Notenbank mit ihren Zinserhöhungen vorgeprescht und die EZB noch Nachholbedarf hat, wird dies tendenziell den US-Dollar unter Druck setzen – und dem Goldpreis Auftrieb geben. Mehr als 1.800 US$ halte ich aber bis zum Jahresende nicht für realistisch. Vor diesem Hintergrund spricht nichts gegen einzelne Goldminen-Aktien in Ihrem Depot. Allerdings sollte der Gold in Ihrem Depot nicht mehr als 5% ausmachen.