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„Alan-Blasen-Greenspan“ kehrt zum Gold zurück

„Unter einem Goldstandard ist das Volumen an Krediten, die die Realwirtschaft stützen können, duch die vorhandenen Sachanlagen determiniert; letztlich ist jeder Kredit nur ein Anspruch auf irgendeine Sachanlage […]

Die Aufgabe des Goldstandards ermöglichte es den Befürwortern des Wohlfahrtsstaats, das Bankensystem als Mittel zur unbegrenzten Ausweitung der Kreditvergabe zu nutzen.“

Alan Greenspan, 1966

Der alte Schlingel!

Vor seiner Zeit bei der US-Notenbank  war der ehemalige Fed-Chef Alan „Bubbles“ Greenspan ein starker Befürworter von Gold und des Goldstandards.

Er schrieb klar und  betont, dass es notwendig sei, „Deep State“ in seine Schranken zu weisen und die individuelle Freiheit zu schützen.

Dann ging er nach Washington und er sprach fortan mit gespaltener Zunge

Einerseits mit Ehrlichkeit und Integrität. Andererseits mit Macht und Ruhm.

Fälschung im Fokus

Im Rahmen des Bretton-Woods-System versprach die USA usländischen Zentralbanken, ihre Dollarbestände zu einem festen Preis von 35 $ pro Unze Gold zu konvertieren.

Dies begrenzte die Menge an Dollar, die die USA drucken konnten. Und zwar auf das Volumen an Gold, das in ihren Tresoren lag.

Einem klugen Mann wie Greenspan war schnell klar, dass er nicht den alten, erprobten und echten Goldstandad für das neue Kreditgeldsystem von „Deep State“ hernehmen konnte.

Im Jahr 1987 traf er seine Wahl.  Er übernahm den Chefposten bei der Fed und in den folgenden 19 Jahren verfälschte er so ziemlich alles.

Seit 1978 hatten wir vier verschiedene Fed Chefs. Einige waren klug. Einige waren ehrlich. Nur war Paul Volcker klug und ehrlich.

Bernanke war unserer Meinung nach ehrlich. So weit wir es bisher sagen können ist es auch Janet Yellen. Beide meinen es wohl durchaus gut, aber beide sind darauf bedacht, nicht „Deep State“ in die Quere zu kommen.

Alan Greenspan war klug. Aber er ist ein purer Opportunist. Er wusste die ganze Zeit, dass das System korrupt und eigennützig war. Er hatte es in Form von Essays vor seiner Zeit bei der Fed auch so niedergeschrieben.

Aber er wusste auch, sein Foto würde nie auf dem Cover des Time-Magazins sein, wenn er die Wahrheit sagt.

(1999 kam Greenspan auf das Time-Coverbild. Das Magazin zeigte ihn im Bild neben dem damaligen Finanzminister Robert Rubin und seinem Stellvertreter, Larry Summers. Damals wurde das Trio für den Umgang mit der Asienkrise gelobt)

Mr Greenspan wollte aber Macht; er wusste, dass er das Spiel von „Deep State“ spielen musste, um an die Macht zu kommen.

Goldene Periode

Nun ist Mr. Greenspan 90 Jahre alt. Entweder spürt er den kalten Abwind des winkendes Grabs … oder er hat einfach vergessen zu nuscheln.

In einem Interview im Zusamenhang mit dem Brexit-Referendum hatte er folgendes zu sagen:

„Wenn Sie die Geschichte der Menschheit betrachten, gibt es Zeiten, in denen wir dachten ohne Inflation sei alles in Ordnung gewesen[…] Die Ölpreise haben einen riesigen Einfluss auf die globale Inflation und ich wäre nicht überrascht, die nächste unerwartete Bewegung hin in Richtung höherer Inflation zu sehen.“

Der ehemalige Fed-Chef sagt, dass er eine weitere Schuldenkrise für unvermeidlich hält. Er glaubt, dass diese zu einem hohen Maß an Inflation führen werde. Seine Lösung? Gold:

„Wenn wir jetzt wieder zum Goldstandard zurückkehren würden und wir uns an die tatsächliche Struktur des Goldstandards vor dem Jahr 1913 halten würden, wäre alles gut. Denken Sie daran, dass der Zeitraum von 1870 bis 1913 einer der wirtschaftlich besten Zeiten, die wir je in den USA hatten, war. Und das war die goldene Zeit des Goldstandards.“

Die Fed Minutes von der letzten Sitzung offenbaren aber nicht die Absicht, zum Goldstandard zurückzukehren. Stattdessen wollen die zentralen Planer der Feds ihre Fotos weiter auf dem Titelbild des Time-Magazins sehen.

Sie können nicht die Kontrolle über das Geld der Nation aufgeben oder eine Korrektur riskieren. Es sei „klug, auf zusätzliche Daten“ vor einer weiteren Zinsanhebung zu warten.

Herr Greenspan könnte es auch so gesagt haben… vielleicht mit einem versteckten, schlauen Lächeln auf seinem Gesicht.

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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