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Neuer Rekord beim Gaspreis! Wie Sie sich vor steigenden Preisen schützen

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Haben Sie kürzlich eine Gaspreiserhöhung erhalten? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen Bürgerinnen und Bürgern auch. Laut einer aktuellen Studie von Check24 müssen im kommenden Jahr rund 2,7 Millionen Haushalte mehr für ihr Gas bezahlen. 439 Grundversorger haben bereits ihre Preise erhöht oder Preiserhöhungen angekündigt, teilte das Vergleichsportal auf tagesschau.de mit.

Im Durchschnitt betrage die Steigerung rund 24,6 Prozent. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 369 Euro pro Jahr, so Check24. Einzelne Unternehmen würden ihre Preise sogar verdoppeln.

Letzten Montag war in der Presse zu lesen, dass die Gaspreise auf ein neues Rekordniveau geklettert sind. Laut tagesschau.de erreichten Terminkontrakte einen Rekordwert von 118 Euro pro Megawattstunde.

Inbetriebnahme Nord Stream 2 steht mehr denn je auf der Kippe

Experten gehen davon aus, dass eine Aussage von Außenministerin Annalena Baerbock den neuen Spitzenpreis ausgelöst haben könnte. Im ZDF-„heute journal“ hatte Baerbock betont, dass es wahrscheinlich keine rasche Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2 geben wird. Die Vorgaben des europäischen Energierechtes seien nicht erfüllt und die Sicherheitsfragen stünden ohnehin noch im Raum.

Die Bundesnetzagentur hatte über die Aussetzung des Zulassungsverfahrens bereits Mitte November informiert. Die Behörde fordert, dass der Betreiber – der staatliche russische Gazprom-Konzern – nach deutschem Recht organisiert sein muss.

Für zusätzliche Unsicherheit sorgen Meldungen, dass die deutschen Gasspeicher nur wenig befüllt sind und das, obwohl der Winter offiziell noch gar nicht begonnen hat. Die Gasvorräte waren bereits im letzten Winter, der ungewöhnlich lange dauerte und zudem für deutsche Verhältnisse recht kalt war, deutlich zurück gegangen. Im Sommer waren dann die Speicher nicht vollständig aufgefüllt worden. Zum einen, weil die wieder anspringende Wirtschaft die Nachfrage nach Gas steigen ließ und deshalb auch die Preise nach oben kletterten. Die Händler reagierten zögerlich, was sich jetzt rächt. Zum anderen heißt es hinter hervorgehaltener Hand, Russland betreibe machtpolitische Spielchen. Gaslieferungen würden bewusst zurückgehalten, um eine Inbetriebnahme von Nord Stream 2 zu erzwingen. Tatsächlich sehen die Vorräte in den Speichern, die Gazprom gehören oder an denen das Unternehmen beteiligt ist, besonders mager aus.

Enorme Unsicherheiten sind Gift für die Märkte

Die Spannungen an der Grenze zwischen Russland und der Ukraine, wo Russland 100.000 Soldaten stationiert hat, sind ebenfalls ein Grund zur Sorge. Russland spricht zwar von einer militärischen Übung, aber auch hier wird ein machtpolitisches Spiel vermutet. Deshalb betonten die US-Regierung und Polen erneut ihre Ablehnung der Pipeline Nord Stream 2.

Neben den Gaspreisen steigen auch die Strompreise enorm. Laut Check24 würde die Anhebung im Durchschnitt bei neun Prozent liegen und rund 1,6 Millionen Haushalte treffen.

Die steigenden Energiepreise werden die Inflationsrate weiter befeuern, die aktuell bei 5,2 Prozent liegt. Ein so hoher Wert ist seit 30 Jahren nicht mehr gemessen worden. Bei den Großhandelspreisen sieht es noch schlimmer aus. Hier ist vom stärksten Anstieg seit fast 60 Jahren die Rede.

Wie Sie Ihr Vermögen vor Verlusten schützen

Obwohl die Inflationsrate steigt und steigt, ist eine Zinswende immer noch nicht in Sicht. Das heißt: Ihr Geld, das auf dem Sparbuch oder dem Festgeldkonto liegt, wird schleichend enteignet oder anders ausgedrückt: Sie können sich von Ihrem Geld immer weniger kaufen. Eventuell können Sie sich den Lebensstandard, den Sie heute haben, schon bald nicht mehr leisten.